• Lernen findet immer in sozialen Beziehungen statt

Die Bedeutung von Beziehungen beim Lernen

Prof. Dr. Joachim Bauer ist Arzt, Psychotherapeut, Neurowissenschaftler, Autor mehrerer Sachbuch-Bestseller und gefragter Vortragsredner. Bauer entwickelte das bundesweit bekannt gewordene „Lehrer-Coaching nach dem Freiburger Modell“. Er lebt und praktiziert nun in Berlin, wo er an der International Psychoanalytic University als Gastprofessor und an einem Psychotherapie-Institut als Lehrtherapeut und Supervisor tätig ist. (Quelle)

Profs. Bauer & Schley über Pädagogik in der Schule

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»Pioneering teachers […] are adopting the Digital Learning Farm model by taking technologies out of the project mold and making them a fundamental part of the learning experience, and by giving students rigorous and more motivating assignments« Alan November: Who owns the learning. 2012, S. 12

Durch diese hier beschriebenen Unterrichtskonzepte verändert sich Schule vielfältig. Die Schüler erhalten eine neue Rolle, die sie als handelndes Subjekt in den Mittelpunkt des Geschehens stellt.
Auch die Lehrerrolle verändert sich massiv, denn die Funktion eines Verwalters von Inhalten, dem Organisieren von Unterricht und der Verabreichung extrinsischer Motivation fällt weg zugunsten der Rolle eines Lernbegleiters, Ratgebers und Ermöglicher des Lernens.
»This trend also implies that educators are increasingly becoming creators, too, and are therefore in the position to lead activities that involve developing and publishing educational content.« (Johnson, Adams Becker, Estrada, & Freeman, 2015a, S. 14)

Hartmut Rosa / Wolfgang Endres: Resonanzpädagogik. Wenn es im Klassenzimmer knistert. Weinheim/Basel 2016

Unter dem Schlagwort der Resonanzpädagogik fasst der Soziologe Hartmut Rosa Grundzüge eines Lernens zusammen, das individualisiert und nachhaltig ist und eine Reflexion und Schulung der Beziehungsfähigkeit aller am Bildungsprozess Beteiligten beinhaltet.

In diesem Buch überträgt er im Gespräch mit dem Pädagogen Wolfgang Endres seine Idee der »Resonanz« auf die Bereiche Schule und Bildung. Die beiden Gesprächspartner gehen der Frage nach, wie Schule zum Resonanzraum wird, und erklären, was mit Resonanzpädagogik in der Praxis gemeint ist. Die zweite Auflage wurde ergänzt um ein Nachwort des Erziehungswissenschaftlers und Journalisten Reinhard Kahl.

(Quelle: Beltz Verlag)

Tobias Künkler: Lernen in Beziehung. Bielefeld 2011

Was man unter Lernen versteht, hängt eng mit der Vorstellung vom lernenden Subjekt zusammen. Tobias Künkler untersucht den herrschenden Lerndiskurs, der u.a. von neurowissenschaftlichen und konstruktivistischen Ansätzen geprägt ist, auf den Zusammenhang von Subjekt- und Lernverständnis – und zeigt, dass die bedeutsame Rolle der ›Anderen‹ für das Lernen bislang nicht genügend berücksichtigt wurde. Unter Rückgriff auf die Kritik am ›modernen Subjekt‹, alternative Lerntheorien sowie Diskurse über ›Relationalität‹ erarbeitet er ein alternatives – relationales – Verständnis des Lernens: Lernen als radikales Beziehungsgeschehen. (Quelle: Transcript Verlag)