»In Zeiten des Wandels werden die Lernenden die Erben der Erde sein, während die Gelehrten wunderbar dafür gerüstet sind, mit einer Welt umzugehen, die gar nicht mehr existiert.« Eric Hoffer

Foto: Alemannenschule Wutöschingen

Schule als Lernende Organisation

»Lernende Organisationen sind möglich, weil das Lernen nicht nur in unserer Natur liegt, sondern wir leidenschaftlich gern lernen.«

Peter M. Senge: Die Fünfte Disziplin 1996, S. 12

Die Schule im 21. Jahrhundert ist eine Lernende Organisation, die sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • Der Prozess des Lernens geschieht permanent, er ist nie abgeschlossen sondern geht immer weiter. Veränderungen sind die Regel, nicht die Ausnahme.
  • Am Prozess des Lernens sind sämtliche Menschen beteiligt, die im weitesten Sinne etwas mit der Schule zu tun haben. Sie alle haben eine Stimme und denken mit.
  • Das Lernen geschieht stets im Dialog. Dialog bedeutet ein »Miteinander Denken« im Sinne von Hartkemeyer und Dhority. So kommen alle zu Wort und jeder hat eine Stimme.
  • Fehler sind notwendig und hilfreich. Sie zu begrüßen und aus ihnen zu lernen ist ein wesentliches Merkmal der Lernenden Organisation.
  • Die Basis der Lernenden Organisation ist stets eine innere Haltung und gelebte Kultur.

Die Alemannenschule Wutöschingen hat umfangreiche und transparent Strukturen und „Institutionen“ etabliert, um das gemeinsame Lernen und Handeln katalytisch zu organisieren. Dazu gehören neben der Vollversammlung auch der Lerngruppenrat, das Lernpartnergericht und die Schülermitverantwortung sowie speziell ausgebildete Respektwächter.

Vgl. Schwend, C., Malin, & Paul, A. M. (2017). Schule gemeinsam gestalten: Möglichkeiten der demokratischen Partizipation. In J. Zylka (Ed.), Schule auf dem Weg zur personalisierten Lernumgebung. Modelle neuen Lehens und Lernens (p. 140—144). Weinheim: Beltz.


Der Rote Salon

Die Ernst Reuter Schule Karlsruhe veranstaltet regelmäßig ihren Roten Salon.

»Der „Rote Salon“ ist ein Ort, an dem sich Schüler, Lehrer und Eltern zusammen setzen und gemeinsam überlegen, wie sie unsere Schule positiv gestalten und weiterentwickeln möchten. So soll unsere Schule noch besser werden und möglichst viele Schüler-Lehrer-Eltern-Ideen berücksichtigen.« ERS


Olaf-Axel Burow hat in seinem Buch Digitale Dividende (S. 242) seine Zwölf Thesen zur Schule der Zukunft aufgestellt.

  1. Die Schule der Zukunft ist eine Schule für alle.
  2. Die Schule der Zukunft ist eine Potenzialentwicklungsschule.
  3. Die Schule der Zukunft verwirklicht die magische drei.
  4. Die Schule der Zukunft entwickelt neue Architekturen.
  5. Die Schule der Zukunft nutzt neue Personalmischungen.
  6. Die Schule der Zukunft entwickelt eine flexiblere Rhythmisierung.
  7. Die Schule der Zukunft ist ein Ort gelebter Partizipation.
  8.  Die Schule der Zukunft nutzt die digitale die  Dividende.
  9. Die Schule der Zukunft ist weltoffen.
  10. Die Schule der Zukunft ist eine Kulturschule bzw. ein Kreatives Feld.
  11. Die Schule der Zukunft ist keine »Schule«.
  12. Die Schule der Zukunft ist eine Zukunftswerkstatt.
Digitale Dividende

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Schule als lernende Institution

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Was macht eine gute Schule aus? Im Handbuch „Gute Schule“ setzen sich Experten aus Schule und Wissenschaft mit dem Verständnis von guter Schule auseinander und stellen erfolgreiche Praxis der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises vor.

Im Gespräch mit Bildungsjournalistin Inge Michels sprechen die Autoren über die Qualitätsbereiche.

Jurymitglied Dr. Gerhard Eikenbusch und Vorjurymitglied Prof. Dr. Katrin Höhmann sprechen über schlechte Angewohnheiten von Schulen und wie wichtig eine Fehlerkultur ist.

(Quelle: Bosch-Stiftung)


Literaturempfehlungen

Senge, P. (1996). Die fünfte Disziplin. Stuttgart: Klett-Cotta.

Senge, P., Kleiner, A., Smith, B., Robert, C., & Ross, R. (1996). Das Fieldbook zur Fünften Disziplin. Stuttgart: Klett-Cotta.

Cambron-McCabe, N., Lucas, T., Smith, B., & Dutton, J. (2012). Schools That Learn: A Fifth Discipline Fieldbook for Educators, Parents, and Everyone Who Cares About Education. New York: Crown Business.

Wagner, T. (2008). The Global Achievement Gap. Why Even Our Best Schools Don’t Teach The New Survival Skills Our Children Need--And What We Can Do About It. New York: Basic Books.

Dintersmith, T. (2018). What School Could Be. Princeton: Princeton University Press.

Rolff, H.-G. (2019). Wandel durch Schulentwicklung: Essays zu Bildungsreform und Schulpraxis. Weinheim: Beltz.

Rolff, H.-G. (2016). Schulentwicklung koimpakt. Modelle, Instrumente, Perspektiven. Weinheim: Beltz.

Zylka, J. (2018). Digitale Schulentwicklung. Ds Praxisbuch für Schulleitung und Steuergruppen. Weinheim: Beltz.