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»When children create for the world, they make it good.
When children only create for their teachers, they make it good enough

Ruston Hurley

Foto: Villa Wewersbusch

»Ich sehe in den mobilen Geräten eine großartige Chance, eine Form des Lernens zu ermöglichen, die schon durch die Reformpädagogen definiert worden ist: die eigenständige selbstverantwortliche Auseinandersetzung mit Themen und der eigenen Person in projektorientierter Gruppenarbeit.
Dass dies in einem traditionellen Schulsystem mit 45 Minuten-Slots und lehrerzentrierten Lernräumen nicht machbar ist, scheint mir offensichtlich zu sein.
Und ich beobachte bei Schulen, die sich auf die hier beschriebene Form des Lernens einlassen, dass sie rasch die Organisation des Unterrichts, die Rollen in der Schule und auch die Lernräume infrage stellen und verändern.« Frank Thissen


»Noch Fragen?« Erklärvideos an der Ernst Reuter Schule

An der Karlsruher Gemeinschaftsschule entstehen u.a. von Schülern erstellte Erklärvideos.


Wie unterstützen digitale Medien die Schulentwicklung?


Sonderschüler erstellen ebooks

In seinem eindrucksvollen Vortrag berichtet Jon Smith, wie er als Sonderschullehrer seine Schüler durch die gemeinsame Erstellung von eBooks zum Lesen und Schreiben gebracht hat.

Jon Smith: The Global Refrigerator (IDEA Talk 2014)


Einsatz von Technologien zur Förderung des individualisierten Lernens an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Neumünster


Britta Grigutsch: Inhaltsschaffende Apps im Unterricht

Kongress „Lernen und Lehren mit digitalen Technologien“ Villa Wewersbusch 2016


Nutzung versus Integration von Technologien in der Schule

Inspiriert von: TeachThought


B.F. Skinner erklärt Teaching Machines

Quelle:  Axel Krommer


Charta digitale Bildung

Abb. aus der Charta Digitale Bildung". (Bild: charta-digitale-bildung.de)

»Diese Charta mit ihren drei Grundsätzen ist Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von Bildung in einer durch Digitalisierung geprägten Welt („digitale Bildung“), die zum Ziel hat, Urteilsfähigkeit, Kreativität, Selbstbestimmtheit, Gestaltungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Chancen der Teilhabe am Gesellschafts- und Arbeitsleben der Schülerinnen und Schüler zu stärken:

  1. Im Kontext von Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung haben die traditionellen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen wesentliche Veränderungen erfahren. Darüber hinaus sind digitale Kompetenzen mittlerweile selbst zu einem festen Bestandteil der Allgemeinbildung geworden und grundlegende Voraussetzung für Mündigkeit in der digitalen Welt, gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Entwicklung jeder und jedes Einzelnen.
  2. Für die Entwicklung digitaler Kompetenzen müssen alle Schülerinnen und Schüler bereits in der allgemeinbildenden Schule die Phänomene, Gegenstände und Prozesse der durch Digitalisierung geprägten Welt aus (1) technischer, (2) gesellschaftlich-kultureller und (3) anwendungsbezogener Perspektive systematisch reflektieren, ergründen und gestalten können. Dies ist nur auf der Grundlage von Konzepten der Bezugswissenschaften der Digitalisierung möglich.
  3. Mündigkeit in der durch Digitalisierung geprägten demokratischen Gesellschaft ist ohne ein Verständnis der Grundlagen und ohne die Befähigung zu ihrer aktiven Mitgestaltung nicht erreichbar. Dazu ist sowohl die fachlich fundierte Vermittlung informatischer Bildung als auch der Erwerb einer wissenschaftlich geprägten Medienkompetenz unerlässlich.« (https://charta-digitale-bildung.de)

Olaf-Axel Burow: Digitale Dividende. 2014

»In seinem neuen Buch entwirft Olaf-Axel Burow ein Modell für eine Pädagogik der Zukunft, die mithilfe der digitalen Medien an die ursprüngliche Lernbegeisterung der Schüler anknüpft. Die besondere Stärke seines Konzepts besteht darin, dass es der Autor nicht bei einer Einführung in die Didaktik der Möglichkeiten der neuen Medien belässt, sondern einen Beitrag dazu liefert, die Möglichkeiten des Lernens in der digitalen Zeit neu zu denken und zu bewerten. Hierfür zeichnet er drei Phasen von Erziehung und Bildung nach:

Pädagogik 1.0 bedeutet das freie vorschulische Lernen der Kinder, das sich durch Lernfreude und Begeisterung auszeichnet. Pädagogik 2.0 bezeichnet das staatliche Schulwesen, das für alle Schüler einheitliche Lehrpläne und Bildungsstandards vorschreibt und in diesem Sinn der »Logik der industriellen Massenproduktion« folgt. Und Pädagogik 3.0 verbindet schließlich die beiden vorherigen Phasen mit den Möglichkeiten des digitalen Lernens.« Quelle: Beltz-Verlag


Forschung zum »Mobilen Lernen«

Es wird immer wieder behauptet, es gebe keine Forschungsergebnisse, die belegen, dass der Einsatz mobiler Technologie in der Schule Vorteile bringt.

Eine Zusammenfassung von weltweiten ausgewählten Forschungsergebnissen finden sich im unter anderem 4. Kapitel des Buches »Mobiles Lernen in der Schule«.

Empfehlenswert ist auch das Buch von Jasmin Bastian und Stefan Aufenanger »Tablets in Schule und Unterricht. Forschungsmethoden und -perspektiven zum Einsatz digitaler Medien. Forschungsmethoden und -perspektiven zum Einsatz digitaler Medien«.

Helen Crompton, Diane Burke: The use of mobile learning in higher education: A systematic review. Computers & Education. Volume 123, August 2018, Pages 53-64 (https://doi.org/10.1016/j.compedu.2018.04.007)

Olav-Axel Burow: Schule digital – wie geht das?: Wie die digitale Revolution uns und die Schule verändert. 2019

Weiter aktuelle Studien finden sich unter anderem auf Google Scholar.

Zudem geht es ja nicht um die Frage, ob mobile Geräte hilfreich oder weniger hilfreich sind. Ihr Einsatz im Unterricht (behavioristisch oder konnetivistisch) und der Kontext des Einsatzes (Methodik, Lernumgebung) entscheiden über das Gelingen und die lernunterstützende Wirkung von mobilen Geräten. 

Zum Thema »Mehrwert« von Technologien hat Axel Krommer in seinem Blog geschrieben.

Crompton, H., Burke, D., Gregory, K. H., & Gräbe, C. (2016). The Use of Mobile Learning in Science: A Systematic Review. Journal of Science Education and Technolog, 25(2), 149-160. (Conclusion
This systematic review provides eight new findings that have emerged in response to the three research questions:
(1) The most common research purpose for the studies on mobile learning in science was designing a mobile system for learning, followed by a combination of evaluating the effects of mobile learning and investigating the affective domain during mobile learning; (2) case studies, mixed methods, and quasi-experimental design were the most adopted research methods by researchers of mobile learning in science; (3) all studies of mobile learning in science reported positive outcomes; (4) the majority of studies of mobile learning were conducted in the area of life science; (5) most of the studies on the use of mobile devices for science learning took place in elementary school settings; (6) the majority of the studies occurred in an informal educational context; (7) the variety of the devices used indicated that the device type was not important; and (8) while research was conducted in thirteen countries, the majority of the studies on mobile learning in science were conducted in Taiwan.
Looking at the findings holistically, the researchers discovered that there is an interest in using mobile devices to learn science. This research interest is particularly developed in the life sciences and within informal contexts. The scientific concepts studied in life science are primarily about living organisms that are found outside the classroom. With the portability of mobile devices, these concepts can now be explored in multiple settings; they are not confined to classroom study. This study did identify positive use of mobile devices in all areas of science, indicating that there is value in embracing these technologies to support all science learners. As the accessibility and use of mobile devices grow in schools, it will be important for research in this area to continue so that the value and affordances provided by mobile learning can be evaluated and shared with others.)

Aufschlussreich ist auch stets der aktuelle HORIZON Report.


Technologie-Kritik

Beat Döbeli Honegger hat auf seiner Web Site die Argumente für und gegen Technologien in Schulen zusammengefasst.

Empfehlenswert ist auch sein Buch Mehr als 0 und 1, das im Hepp-Verlag erschienen ist.


Mit den Argumenten von  Manfred Spitzer setzt sich der Schweizer Pädagoge Beat Doebeli auf seiner Web Site auseinander. Ausserdem: Wenn Spitzer Studien zitiert (18.9.2012)

Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Stellungnahme zu Spitzers Thesen (13.9.2012)

Appel, M. & Schreiner, C. (2015). Leben in einer digitalen Welt: Wissenschaftliche Befundlage und problematische Fehlschlüsse. Stellungnahme zur Erwiderung von Spitzer (2015). Psychologische Rundschau, 66, 119-123.

GMK-Stellungnahme: Digital dement vs. medienkompetent? (10.9.2012)

GMK: Kompetenz statt Demenz – Linksammlung zu Manfred Spitzers „Digitale Demenz“

Axel Krommer: Mit Comics gegen Manfred Spitzer. Oder: Warum wir Donald Duck brauchen (21.9.2018)

Philippe Wampfler: Rezension: Manfred Spitzer – Digitale Demenz (22.8.2012)

Deutschlandradio Kultur: Das Märchen von der digitalen Bildungskatastrophe (13.10.2016)

Jan Stremme (SZ): Über einen, der aus Ängsten Geld macht (4.5.2018)

Dieter Kempf: Analoge Ignoranz spielt mit den Ängsten der Menschen (3.10.2012)

Spiegel Online: Die Methode Spitzer (11.3.2018)

Martin Lindner: Zwischenbilanz zu Spitzers "Digitale Demenz" (22.8.2012)

ZEIT Online: Macht uns der Computer dumm? (6.9.2012)

Süddeutsche Zeitung: Krude Theorien, populistisch montiert (9.9.2012)

Die Welt: Digitale Demenz? Von wegen! (2.1.2013)

ZEIT Online: Verblödet durch Technik (23.5.2014)

Stuttgarter Zeitung: Dick, dumm, aggressiv, einsam, krank (26.8.2012)

Barbara Janßen: Medienkritik bei Platon und Medienkritik heute (1995)

ZEIT Online: Uns eint die Panik (13.7.2016)

Steven Pinker: Technology and the death of civilization (8.6.2016)

Till Westermayer: Ein Versuch über die Technikfeindlichkeit (18.5.2011)

Mail online: Internet 'rewires our brains' and makes teenagers vulnerable to mental illness (10.2.2010)

Foto: Alemannenschule Wutöschingen

Ein weiteres Argument gegen die Verteufelung mobiler Geräte sind die vielfältigen positiven Erfahrungen mit ihrer sinnvollen Nutzung in der Schule. Sie werden hier im Sinne einer Ermöglichungsdidaktik eingesetzt, erhöhen die Selbstwirksamkeit und gleichzeitig wird der angemessene Umgang mit ihnen im Sinne von Medien- und Informationskompetenz eingeübt.


Neue Technologien verunsichern und erzeugen Angst, wenn sie noch unbekannt und unvertraut sind. Hier noch ein paar Beispiele:

  • Schreiben und Lesen schadet massiv, weil das Erinnern verloren geht.
  • Das Lesen von Romanen schadet jungen Menschen massiv, weil es zum Autismus und zur Sucht führt.
  • Der Besuch von Kino-Vorstellungen führt in den Wahnsinn, weil man dort Dinge sieht, die nicht physisch vorhanden sind.
  • Der Ton-Film ist massiv schädlich.
  • Die Geschwindigkeit einer Eisenbahnfahrt verkraftet der menschliche Körper nicht.

Vgl. dazu auch: Das Jahrhundert der Elektronik und der Kommunikation. Vom Film zum Internet


Martin Spiewak: Um Klassen smarter (6.11.2019)