Menschen in Karlsruhe

»Auf meiner Reise von der Pfalz quer durch Deutschland und der Schweiz, bin ich eher zufällig in Durlach gestrandet. Karlsruhe ist für mich geografisch die perfekte Mitte zwischen Heimat und Ferne. Als Physiotherapeut und CrossFit-Trainer gebe ich den Menschen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit – somit ein Stück Gesundheit, sprich Lebensqualität zurück. Das tue ich jeden Tag mit absoluter Leidenschaft.« 
Andreas Schaaf


»Als Offenburger Landei bin ich 2005 nach Karlsruhe zum Zweitstudium gekommen und irgendwie hängen geblieben. Karlsruhe war keine Liebe auf den ersten Blick. Karlsruhe ist keine Modeerscheinung – Mode kommt hier ohnehin erst langsamer an – aber genau darin liegt die Stärke dieser Stadt: Sie erscheint mir pragmatisch, rational, ruhig. Der Name „KarlsRUHE“ fordert es schon ein. Für mein ansonsten schnelllebiges Leben ist das gut. Die Stadt zwingt mich immer wieder inne zu halten, was ich von mir aus wohl nicht täte. Als Medienpädagoge und Lehrer genieße ich außerdem das Netzwerk, welches ich mir hier seit meinem Studium aufgespannt habe. Ohne dieses Netzwerk wäre es nicht möglich gewesen, die Realschule am Rennbuckel als Vorreiterschule für Mobiles Lernen mit iPads zu entwickeln. Unsere Fortbildungen und Veranstaltungen rund um das Thema „Lernen mit Tablets“ lassen mich viel in Deutschland und Europa rumkommen. Somit wurde Karlsruhe beruflich zum Trampolin. Es katapultiert mich in die Digitale Welt und federt mich immer wieder ruhig ab. Hier habe ich beruflich und privat viele Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten ohne dabei abzuheben!«
Maximilian Stoller


»Ich bin ein Karlsruher Bub. Aufgewachsen im Idyll zwischen Weiherwald, Oberwald und Rüppurrer Bad verbrachte ich eine abenteuerreiche Kindheit zwischen Stadt und Ländlichkeit. Nach ausgedehnten Reisen, langen Jahren in fremder Ferne schätze ich heute besonders das Glück, dass Karlsruhe zumeist im Abseits großer Geschichte vor sich hin blüht. Statt Schwerindustrie und verseuchter Brachen überall herrliches Grün mit wunderbaren Radwegen. Doch ganz ohne einen Hauch Langeweile ist das Paradies nicht zu haben.« 
Jürgen Cammisar


»Was soll man sagen. Am Gutenbergplatz in Karlsruhe ein Musikgeschäft inklusive Musikschule zu eröffnen, war 1974 für mich ein großes Ding. Die Leidenschaft zu Musik hört niemals auf, auch wenn man älter wird, und so habe ich mich entschlossen, vor einigen Jahren ein ganz neues Instrument für mich zu erlernen. Das Bandoneon, das unlogischste Instrument der Welt, ist auch für einen Profi eine große Herausforderung und braucht sehr viel Übung. Jeden Tag spiele ich einige Stunden und genieße dabei das wunderbare Ambiente der Weststadt in Karlsruhe. Noch einmal als Berufsmusiker mit dem Bandoneon in unserem Trio auf der Bühne zu stehen, ist ein großes Geschenk.«
Peter Schuler


»Ich bin nicht nur ein eingeborener, sondern auch ein überzeugter Karlsruher und fühle mich des badischen Liberalismus verpflichtet. Älter an Jahren, aber immer noch jung genug, um ein paar Grillen im Kopf zu haben. Sei es meiner Segel- oder Motorradlust zu frönen und sich Neugier zu erhalten, Pläne für die Zukunft zu schmieden und versuchen, diese auch umzusetzen. Kurz – Karlsruhe ist meine Stadt, meine Heimat, in der ich all das Lebenswerte finde und genießen kann. Einfach symbadisch!« 
Thomas Greß


»In Karlsruhe geboren bin ich nach dem Studium gerne wieder zurückgekommen und der Stadt und den Menschen bis heute gerne treu geblieben. Allerdings verbindet mich die Liebe auch mit dem Schwabenland und es ist immer wieder Nachdenkens wert, warum das Schwaben-Baden Thema aus schwäbischer Sicht nicht die Bedeutung hat.«
Markus Schneider


»Als geborener Karlsruher bin ich Karlsruhe immer treu geblieben. Selbst eine berufliche Versetzung ins Schwabenländle konnte ich nach kurzer Zeit rückgängig machen, um mich hier wieder wohl zu fühlen. In Schwaben liebe ich einen Autobauer mit sportlichen Genen und das Autobahnschild Richtung Karlsruhe. Insgesamt verbindet mich hier der urbane Lebensstil mit den vielen grünen Lungen der Stadt.« 
Hans-Peter Schwind


»Kunst begleitet mich schon mein ganzes Leben. Sie ist meine Leidenschaft. In der Schule hatte ich Kunst als Leistungsfach belegt. Eigentlich wollte ich Maskenbildnerin werden. Wie das Leben so spielt bin ich dann im Galeriebetrieb gelandet. Schon früh habe ich selbst angefangen Kunst zu kaufen. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie aufgeregt ich war als ich den Scheck für mein erstes Kunstwerk ausgestellt habe. Die Summe war höher als mein damaliger Monatsverdienst. Es war eine Gouache von Elvira Bach. Ich lebe mit der Kunst, sie umgibt mich täglich. Zuhause mit unserer Sammlung und in der Majolika als Leiterin Kunst. Kunst bereichert mein Leben.«
Martina Kistner-Bayne


»Seit 2010 pendle ich von Nürnberg nach Karlsruhe an die PH. Die meiste Zeit verbringe ich hier in meinem Büro. Strukturen zu entschlüsseln fasziniert mich. Egal ob es dabei um Mathematik, Lernprozesse, Musik oder handwerkliche Tätigkeiten geht – immer wieder zeigen sich die gleichen Muster. Um sie zu sehen, muss man nur etwas sensibel sein, der Rest ist Analogie und Variation. Auch bei internationalen Kooperationen erlebt man, dass die Menschen überall auf die gleiche wunderbare Weise so verrückt sind wie man selbst.« 
Mutfried Hartmann


»Wollt ihr meine Meinung hören: Jeder, der aufhört zu lernen ist alt. Und jeder, der etwas lernt, ist jung. Ich bin Lehrer, aber ich werde immer jung bleiben. Sei es als Erklärvideo-Produzent, als Autor, als Pianist oder beim Bouldern. Trefft mich gerne überall auf der Welt oder in meiner Homebase Karlsruhe.« 
Felix Fähnrich


»Ich bin Musikerin – Sängerin, Saxofonistin, Geigerin, Songwriterin. Ich mag Leidenschaft und Zartheit, Humor und einen scharfen Verstand und ich wäre oft froh, wenn ich ein wenig mehr von diesen schönen Eigenschaften hätte. Aber manchmal, wenn ich Augen und Ohren genug aufmache, begegnen sie mir und ich kann Musik daraus machen, was für ein Glück!« 
Regina Degado


»Karlsruhe – Wahlheimat. Nach 30 Jahren schon lange nicht mehr nur politische Heimat. Ich fühle Vertrautheit und eine Verbundenheit mit Mensch und Raum. Ich spüre, ich bin hier verwurzelt.« 
Simone Heupgen


»2005 brachte mich mein Studium nach Karlsruhe. Ich bin Lehrer, Erklärvideo-Produzent und künstlerischer Leiter des Karlsruher Jakobus-Theaters. Unsere Stadt vereinigt für mich die Vorzüge einer Großstadt (ohne eine zu sein) mit den Vorzügen einer familiär ländlichen Region (ohne eine zu sein), sozusagen „the best of both worlds.“ Die Nähe zum Rhein, zum Schwarzwald und unseren Französischen Nachbarn, das reichhaltige kulturelle Angebot und die vielen Sonnenstunden im Jahr haben mich von meiner badischen Wahlheimat überzeugt und mich in diese (und in dieser) Stadt verlieben lassen.«
Carsten Thein


»Karlsruhes Provinzialität ist nur mit Humor zu ertragen. Viele politische Entscheidungen scheinen der Visionslosigkeit entsprungen. Allerdings ist die geografische Lage fantastisch, die Nähe zu Frankreich, die kulinarische Vielfalt überragend. Man kann hier treue Freunde und ein gutes Leben finden.«
Gunter Wessmann


Über das Projekt

Im Jahre 2010 startete der New Yorker Fotograf Brandon Stanton das Projekt Humans of New York, dessen Ausmaße er damals nicht erahnen konnte. Seine Idee war, den Menschen der Stadt New York ein Gesicht zu geben. Sein Plan war, 10.000 New Yorker zu fotografieren und ihre Fotos ins Internet zu stellen. Er kam mit den Menschen, die er porträtierte, ins Gespräch und fügte ihre Geschichten oder Statements zu den Fotos hinzu. Mehr und mehr Menschen waren bereit dazu, ihrer Stadt ihr Gesicht zu geben und das Projekt wächst immer noch. Auf Facebook ist es von über 17 Millionen Menschen abonniert, es existieren Bücher der Humans of New York und eine Dokumentation.

Warum geben wir nicht den Menschen, die in Karlsruhe leben und arbeiten, ein Gesicht?
Das Projekt Menschen in Karlsruhe greift die innovative Idee des New Yorker Fotografen auf und entwickelt sie weiter.
Auch für die Menschen in Karlsruhe soll es eine Web Site geben, auf der sie der Stadt ihr Gesicht geben.

Machen Sie mit! Schreiben Sie eine kurze Geschichte über sich und lassen Sie sich von mir porträtieren.

Wenn Sie dabei sein möchten, melden Sie sich per email bei mir.

Frank Thissen

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