Menschen in Karlsruhe

Diese Web Site ist ein von Humans of New York inspiriertes Projekt, das Menschen, die in Karlsruhe leben oder arbeiten, vorstellt. Wenn Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bei mir per eMail.
Frank Thissen


»Ein Schreibtisch im Zentraleinkauf des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist das Zentrum meiner Arbeit. In meinem Büroalltag habe ich naturgemäß mit zahlreichen Regelungen und Vorschriften einer öffentlichen Verwaltung zu tun, aber auch mit sehr vielen wunderbaren Menschen aus aller Welt, die hier am KIT tätig sind. Durch meinen Beruf bin ich ganz dicht an deutscher und internationaler Spritzenforschung dran. Das finde ich sehr spannend. Inzwischen arbeite ich nun schon 30 Jahre hier. Genauso lange bin ich mit einer Karlsruherin verheiratet und habe hier eine Familie gegründet. Die Stadt ist so zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich bin in Hannover geboren und aufgewachsen. So sehr sich beide Städte auch unterscheiden, als leidenschaftlicher Radfahrer kommt man auch in Karlsruhe ganz gut zurecht. Mit dem Schwarzwald, der Pfalz und dem Elsass vor der Tür, bietet sich die Umgebung Karlsruhes zudem wunderbar für ausgedehnte Radtouren und Wanderungen an. Mein größtes Hobby ist das Reisen. Das tiefe Eintauchen in andere Kulturen und Geschichte erweitert den eigenen Horizont ungemein. Meine Trips plane ich grundsätzlich individuell und meistens schon Monate im Voraus. Am Ende einer Reise freue ich mich aber auch jedes Mal, wieder nach Hause zu kommen. Naja, fast jedes Mal …« Frank Willmert

»Schon seit der 5. Klasse war mir klar: Ich möchte Musiklehrer werden. Und als mich mein Vater bei der Städtischen Schülerkapelle Karlsruhe anmeldete, durfte ich mein Wunschinstrument Basstuba lernen - und bald darauf in diesem Orchester mitspielen. Mittlerweile bin ich schon viele Jahre Musiklehrer an der Karlsruher Marylandschule und leite die Schülerkapelle, die inzwischen Jugendorchester Stadt Karlsruhe heißt. Das Musizieren mit den jungen Menschen fasziniert und inspiriert mich. Mit dem Jugendorchester pflegen wir sehr enge und herzliche Beziehungen zu den Jugendorchestern der Karlsruher Partnerstädte. Musik ist einfach grenzenlos und verbindet. Gibt es etwas Schöneres?« Thomas Paha

»1988 bin ich aus Thailand nach Deutschland gekommen. Mir gefällt die Ordnung und Sauberkeit hier, das politische System und die Sicherheit in diesem Land. Inzwischen kann ich mir ein Leben in Thailand nicht mehr vorstellen – so wohl fühle ich mich hier. Der Buddhistische Tempel ist für meine Seele gut, dort habe ich auch meinen Mann kennengelernt.« Samai Ngam Prom

»Eigentlich wollte ich nur ein bis zwei Jahre in Karlsruhe bleiben, nun sind es mittlerweile über dreißig geworden und das ist gut so. Als Musiker finde ich hier die richtige Balance zwischen großstädtischer Anregung und kleinstädtischer Gemütlichkeit. Musik hat mich schon als Kind fasziniert. Als Jugendlicher habe ich angefangen Saxophon zu spielen und bin nach wie vor von diesem Instrument begeistert. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit einem sehr jungen Instrument, der Handpan. Es bereitet mir großen Spaß, auch mit diesem Instrument in die Welt der Musik einzutauchen. Musik öffnet immer wieder auf wundervolle Weise Türen und bietet mir die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen in Kontakt zu kommen.« Klaus Buchner

»Reisen ist meine Leidenschaft – egal wohin – mir gefällt es (fast) überall. Es gibt nahezu kein Land auf der Welt, das mich nicht interessiert. Sobald ein bisschen Zeit übrig ist, packe ich meine Koffer. Dennoch bin ich sehr heimatverbunden. Karlsruhe ist mein Geburtsort und meine Basis – der Ort an dem ein Großteil meiner Familie sowie viele meiner Freundinnen und Freunde leben. Der Platz an dem ich das auf Reisen Erlebte verarbeiten kann und Pläne für neue Reisen mache. Außerdem arbeite ich hier mit über 200 größtenteils ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen beim Karlsruher Kinderschutzbund daran, Familien in Problemsituationen bestmöglichst zu unterstützen. Eine fordernde aber auch sehr befriedigende Aufgabe.« Renate Gissel

»Mein Name ist Fabian Schmid und ich habe Produktdesign an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe studiert. Durch die Freiheiten des Diplomstudiengangs konnte ich mich auf die Produktentwicklung im Bereich der digitalen Fertigungsverfahren spezialisieren. In meiner Diplomarbeit „Tradition im Wandel der Digitalisierung“ habe ich Gestaltung und Technik miteinander verknüpft und den ersten vollautomatisierten Keramik 3D Drucker entwickelt. Dabei habe ich von den kurzen Wegen zwischen den hochkarätigen Universitäten und Hochschulen profitiert, dies macht Karlsruhe zu einer einzigartigen Stadt, in der Forschung, Entwicklung und Kultur zuhause sind. Die Ergebnisse meiner Arbeit werden über die Majolika Keramikmanufaktur vertrieben und ergänzen ihr Portfolio, um eine völlig neue Komponente der Keramikgestaltung.« Fabian Schmid

»Fotografie ist für mich mehr als ein Beruf. Es ist das Einfangen und Festhalten von schönen Momenten mit Freunden, von Landschaften im Abendlicht, von Stimmungen und Gefühlen. Es ist das Spiel mit Licht und Schatten und das Erzählen von Geschichten. Eine Kamera habe ich eigentlich immer dabei, denn meistens sind die spontanen, ungestellten Bilder die Schönsten. Oft nehme ich eine analoge Filmkamera mit, denn das langsamere Arbeiten mit Film entschleunigt und entspannt mich.« Micha Roth

»Ich bin in Mühlburg geboren und habe hier in den 70ern meine Kindheit und Jugend verbracht. Aus dieser Zeit kenne ich noch den Bahnhof mit Gleisen (heute: Jugendzentrum). Aus dieser Zeit gibt es auch einen sehr guten Freund (ebenfalls Mühlburger) mit dem ich viel mit dem Rad unternehme, was ja gut zu Hr. Drais passt :) Mittlerweile lebe ich wieder in Good Old Mühlburg und das ist gut so. Hier fühle ich mich zuhause –  das ist Heimat.« Daniel Jolibois

»Seit 1991 bin ich Hausarzt in der Oststadt. Damit ist meine Zeit in Baden mittlerweile fast genauso lang wie meine fränkische und Karlsruhe ist mir zur zweiten Heimat geworden. Als Hausarzt ist es schön, ganze Familien aufwachsen zu sehen und zu begleiten. Das Werden und Vergehen des Menschen lehrt uns Bescheidenheit und die Freude am Gegenwärtigen.« Johannes Klein

»Bewegung war schon immer sehr zentral in meinem Leben. In der Kindheit spielte ich im kleinen Dorf mit nur einem Platz viel Tennis. Als ich in jungen Jahren nach Karlsruhe zog lernte ich Aikido kennen und war so begeistert, dass ich 20 Jahre intensiv trainierte. Dann lernte ich die große Weisheit und den unermesslichen Schatz des Yogaweges kennen. Ich wurde Yogalehrerin, machte die Ausbildung zur Physiotherapeutin und hatte nun ein gutes Fundament zum Lehrersein. Diese nährende und inspirierende Energie des Yoga begleitet mich auf meiner Lebens – Reise. Auch die Musik hat mich immer wieder berührt, mal waren es vier intensive Bassjahre in diversen Bands. Jetzt ist es Gitarre und Gesang, die mich mit eigenen Songs in meiner Band THA HA begeistern.« Dorothea Adams

»Ich vertiefe mich gerne in ein Buch, eine Landkarte, ein Musikstück. Das sind Rückzugsorte, Momente, in denen ich ganz ich bin, auf mich Rücksicht nehme. Oder ich setze mich auf mein Fahrrad, ziehe meine
Wanderschuhe an, bewege mich in der Natur, lasse meinen Gedanken freien Lauf, lasse sie gehen und bin dann auch ganz ich.« Volker Hager

»Das Leben steckt immer voller Überraschungen. Jeden Tag passiert etwas: du triffst Entscheidungen, triffst neue Menschen oder triffst Menschen, die du schon lange nicht mehr gesehen hast. Egal was auch passiert, es passiert sowieso. Ob dir Gutes widerfährt oder nicht, hängt davon ab, wie du es siehst. Mit meinem Leben in dieser Stadt und zu dieser Zeit bin ich zufrieden. Besser geht immer, doch schlechter auch. Seit jetzt mehr als 30 Jahren lebe ich meinen Traum mit Pferden zu leben. Dies ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Seit nun mehr 22 Jahren habe ich auch das Glück, bei meinem Vater im Betrieb arbeiten zu können. Ich geniesse  das Motorradfahrern und meinen Kampfsport. Doch das Schönste in meinem Leben ist meine Tochter, für die ich so dankbar bin. Das wichtigste ist doch: Es geht immer weiter!« Benjamin Hauser

»Während meiner Jugendzeit fühlte ich mich in Karlsruhe sehr eingeengt, fühlte mich als Musikerseele oft nicht verstanden und habe der Stadt dann für einige Jahre den Rücken gekehrt. In Spanien habe ich zu mir selbst gefunden, begriffen, wie ich leben möchte und mich letztendlich schweren Herzens dazu entschlossen, nach Karlsruhe zurückzukehren. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn immer zwei Herzen in meiner Brust schlagen werden und das spanische sehr oft lauter klopft. Eine Passion und Sehnsucht, die ich dann hier in Karlsruhe in und mit meiner Musik ausleben kann.« Colette Sternberg

»Raus an die frische Luft und Sonne ergattern, so oft es im Alltag, geht gehört für mich zum Wohlfühlen dazu. Egal ob in der Mittagspause im Schlossgarten, zu Hause im Wald oder in jedem Urlaub. Sonne, Bewegung und frische Luft macht mich glücklich.« Annemarie Herzog

»Es sind doch immer wieder die versteckten Winkel dieser Stadt und ihre Menschen, jenseits des Mainstream, die mich interessieren. Als Musikerin und Musikpädagogin habe ich mich vielleicht auch deshalb der Musik des 16./17. Jahrhunderts verschrieben, die ja eher nicht so bekannt ist. Die Viola da Gamba hat es mir besonders angetan. Nach meinem Musikstudium entdeckte und erlernte ich dieses wundervolle Instrument. Vor nun bald 20 Jahren erfüllte ich mir einen großen Traum und gründete mit drei Kolleginnen das Gambenconsort Les Escapades. Die Proben (mit badischen Brezeln und italienischem Espresso als Pausenstärkung!) sind meist im Dammerstock, wo ich mit meiner Familie nun schon seit 28 Jahren zuhause bin. Zu erleben, wie unsere Musik die Herzen der Menschen berührt und wie die Kulturverantwortlichen unsere Arbeit wertschätzen, erfüllt mich immer wieder mit großer Freude. Und wenn wir in der großen weiten Welt unterwegs sind – also in Österreich, der Schweiz, Schweden oder Spanien – dann heißt es oft: Gamben? Gibt es in Karlsruhe?? Klar!« Barbara Pfeifer

»Vor dreißig Jahren haben wir bereits 'Verstecken' und 'Fangen' zusammen gespielt und jetzt ist's eher Jazz. Alles in allem finden wir immer noch, dass gemeinsam Dinge tun und erleben besser ist als allein. Obwohl jeder von uns sein 'eigenes' macht trifft man sich, auch für Projekte, und das oft wortlose geschwisterliche Verständnis für Situationen und Situationskomik verbindet uns immer wieder auf's Neue.« Jonathan, Rosanna & Constanze Zacharias

»Ich wohne im Dammerstock. Als das „schönste Baugelände im Gebiete der Stadt Karlsruhe“ galt die Siedlung einst demjenigen, der sie als Experimentierfeld für gutes und günstiges Wohnen erfunden hat – Baubürgermeister Herrmann Schneider vor 90 Jahren, im Katalog der Ausstellung von 1929. Wie wir heute wohnen, was eine gute „Gebrauchswohnung“ ausmacht, und was uns vor unserer Haustür als soziale Gemeinschaft verbindet, das beschäftigt mich beruflich wie privat. Weiter und neu mit den unterschiedlichen – auch den öffentlichen – Facetten des Wohnens zu experimentieren, das würde ich mir für Karlsruhe wünschen.« Angelika Jäkel

»Im April 1979 bin ich zum Studium nach Deutschland gekommen und gleich in Karlsruhe gelandet. Ich habe sofort angefangen Deutsch zu lernen. Nach 4 Monaten Intensivkurs beim Goethe-Institut in Boppard kam ich stolz wieder nach Karlsruhe zurück und war mir sicher, dass ich mit meinen Deutsch-Kenntnissen ziemlich fortgeschritten war, bist ich feststellte, dass hier wohl die Uhren anders ticken. Viertel Acht bedeutet hier 7:15 Uhr!!!!????? (Zweifel?????) Ich habe in einigen Stadtteilen von Karlsruhe wie: Durlach, Südstadt, Oststadt und Mühlburg gewohnt und habe mich überall wohl gefühlt. Von 1984 bis 1988 war ich außerhalb von Karlsruhe, jedoch die Liebe und die Arbeit zogen mich fast jedes Wochenende wieder hierher. Anfang 1994 habe ich die mutige Entscheidung getroffen mich beruflich zu verändern und bin in den Einzelhandel eingestiegen. Nun bin ich seit über 25 Jahren in meinem Geschäft tätig, und bin stolz darauf zu wissen, dass ich damals die richtige Entscheidung getroffen habe. Hier habe ich viele Freunde gewonnen und fühle mich in einem multikulturellen Kreis sehr wohl.« Mehrdad Sedghi (Mehrdi)

»Natur, Tiere, Sport – das sind meine Säulen. Seit meiner Kindheit lebe ich in Karlsruhe, zur Zeit in Forchheim, und bin beruflich wie auch privat hier zu Hause. Schon als ich klein war, war ich immer "draußen" zu finden, die Waschmaschine meiner Eltern hatte immer viel zu tun. Bewegung in der Natur war immer meins. Karlsruhe und seine Umgebung bietet dabei unglaublich viel Abwechslung, ob zu Land mit meinen Hunden, im Wasser mit Tauchequipment oder auf dem Rücken der Pferde. Schnell in der "Zivilisation" sein zu können, aber auch innerhalb kürzester Zeit in weitläufiger Natur macht für mich diese Stadt aus. Beruflich komme ich ursprünglich aus dem Sportbereich, arbeite nun aber seit über 10 Jahren mit Menschen und ihren Hunden. Ich hatte das Glück, seit ich denken kann mit Tieren aufzuwachsen, reite seit über 30 Jahren, das hilft mir täglich in meinem Tun.
 Tiere haben nun mal keine "Betriebsanleitung" wie die neuste Playstation, genauso wenig tut ihnen absolute Vermenschlichung gut.
 Das müssen viele Menschen in der heutigen Zeit (wieder) lernen.« Simone Walter

»Seit inzwischen dreieinhalb Jahrzehnten in Durlach, der Mutter Karlsruhes, „d´hoim“ war ich anfangs angenehm überrascht von der Toleranz der Durlacher, wie sie bei aller Zurückhaltung gegenüber den „Neigschmeckten“ deren Lebensstile und Gepflogenheiten akzeptierten. Inzwischen ist Durlach teuer und schick geworden und viele der alten Durlacher sind weggezogen. Auch in Karlsruhe weicht die biedere Provinzialität mehr und mehr einem modernen und hektischen Hightech-Rhythmus, der die badische Originalität nach und nach verdrängt. Der Bauboom tut ein Übriges, um das Gesicht der Stadt beliebiger zu machen und im Sommer das Mikroklima zu verschlechtern. Genial an den badischen Tropen, die ihrem Ruf allerdings nur wenige Wochen im Jahr gerecht werden, finde ich das Umland der Stadt mit den vielen Baggerseen, dem Kraichgau, dem Pfälzer Wald und Schwarzwald, alle auch ohne Auto gut zu erreichen.« Klaus Falk

»Das Miteinander-Lernen hat mich während meines Zivildienstes, bei dem ich in einer Werkstatt für geistig erkrankte Menschen arbeitete, zum Lehrerberuf gebracht. Ich habe das Glück (gehabt), an verschiedenen Stellen – Schule, Ministerium, Seminar für Lehrerausbildung, zuhause mit meinen Kindern – sehr unterschiedliche Perspektiven auf den Bereich Bildung und Lernen einnehmen zu können. Mein Schwerpunkt "Unterrichten mit digitalen Medien" steht in besonderer Weise für die Synthese aus Tradition und Moderne. Die gelungene Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem bzw. Lernender ist jedoch das Wichtigste und trägt mehr zum Lernerfolg bei als jedes noch so gut eingesetzte Medium.« Maurice Florêncio Bonnet

»Seit Ende 2017 lebe ich die meiste Zeit in Karlsruhe und fühle mich hier sehr wohl. Als Westfale aus dem mittlerweile grünen Ruhrgebiet hat mich mein Weg über Zwischenstationen im Westen, Norden und Osten in den Süden geführt. Karlsruhe war für mich vorher nur eine Stadt des Rechts. Mittlerweile schätze ich sehr das Leben in einer Universitätsstadt mit einer Vielzahl an kulturellen Möglichkeiten, guten Verkehrsanbindungen und mit der Nähe zur Natur – für einen passionierten Motorradfahrer die richtige Kombination. In der Stadt mit ihren unterschiedliche Ecken und Facetten kann immer etwas Neues entdecken.« Meike Bottlender

»Seit 1998 organisiere ich die jährliche Benefiz-Kunstauktion für die Aids-Hilfe Karlsruhe im Schloss Karlsruhe. Für mich eine wunderbare Gelegenheit meine Begeisterung für die Kunst zu verbinden mit meinem sozialen und gesellschaftlichem Engagement. Was für eine Fülle an interessanten Begegnungen mit vielen so unterschiedlichen Künstler*innen und ihren Arbeiten in den über 20 Jahren! Als ich mit der Kunstauktion anfing war das Thema Aids noch stark besetzt mit vielen Ängsten und auch mit viel Ressentiment nicht nur gegenüber den Menschen mit HIV und Aids, sondern auch gegenüber der Aids-Hilfe Einrichtung. Da tat (und tut es immer noch) die große Unterstützung der Kunstschaffenden und vieler Institutionen aus dem Kunstbereich besonders gut.« Karin Krauss

»Seit Jahren, beschäftige ich mir beruflich und in meiner Freizeit mit dem Körper. Ich gehe gerne tanzen und laufe den Halbmarathon im September mit. Ich finde es toll, wie viele verschiedene Angebote es hier in Karlsruhe für aktive Leute gibt. Im guten Kontakt mit seinem Körper zu sein hat etwas von Glück. Der Körper hat eine eigene Weisheit, auf die wir heute oft nicht mehr hören. Mir hat es seit zwanzig Jahren besonders die Bewegungskunst des Tai Chi angetan. Achtsame Bewegung, die in ihrer Tiefe von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Gerade nach den vielen Jahren wird es nicht langweilig, sondern es gibt erst recht etwas zu entdecken. Feinheiten werden wichtig. Die Bewegungen werden leichter, ich fühle mich danach fit und habe einen klaren Kopf. Da möchte ich auch in den nächsten Jahren dranbleiben.« Andreas Staudt

»Als ich 26 Jahre alt war, habe ich mich dazu entschieden, aus Rumänien nach Deutschland zu ziehen, um mein Glück zu suchen. So vieles war mir am Anfang fremd, ich beherrschte die Sprache nicht und die Kultur war ganz anders. Also habe ich mich darum bemüht, rasch die Sprache zu erlernen, habe Freunde gefunden und meine Frau kennengelernt. Nun arbeite ich mit Menschen in einer Tätigkeit, die mir sehr viel Freude bereitet. Wichtig ist, dass man an sich glaubt, hart arbeitet und nicht so rasch aufgibt, vor allem aber, dass man alles, was man angeht, mit seinem Herzen tut.« Adrian Boita

»Als gebürtiger Südbadener kam ich nach sieben Jahren Lüneburger Heide 1991 nach Karlsruhe. Einer Berufung der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde folgend lebte ich fortan mit meiner Familie in einer Dienstwohnung im Stadtzentrum. Schnell lernte ich die kurzen Wege zu den Innestadtgeschäften, zu den Spielplätzen im Schlosspark und Fasanengarten und zum nahen Hardwald schätzen. Auch die haranwachsenden Töchter genossen die bevorzugte Innenstadtlage mit ihren vielfältigen Möglichkeiten. Schule, Einkauf, Tanzkurs – alles zu Fuß erreichbar. Inzwischen sind die Töchter aus dem Haus und ich genieße die ausgedehnte frühe Morgenrunde mit unserem Lapphund duch den naheliegenden Schlosspark und den nördlichen Hardtwald. Besonders fasziniert mich in Karlsruhe die Zusammenarbeit der Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. In engem Kontakt zum Forum Evangelischer Freikirchen ist die Bereitschaft groß, als Christen gemeinsam Verantwortung für die Stadt zu übernehmen. Zudem sind die interreligiösen Begegnungen und Gespräche in Karlsruhe auf einem guten Weg. Mit den vielen lieben Menschen, die ich in Karlsruhe kennengelernt habe, dem großartigen kulturellen Angebot und der zentralen, verkehrsgünstigen geographischen Lage lässt es sich in Karlsruhe gut leben.« Christian Bereuther

»Karlsruhe – die Menschen, mit denen ich lebe und arbeite, die Stadt, ihre kulturelle Power, Museen, Theater, Wissenschaft und Kunst, eingebettet in eine lebenswerte Landschaft, liberale weltoffene intelligente Gesinnung – Heimat« Ulrich Biedermann

»Ich liebe alles Kreative – und so ist aus einem meiner Hobbies auch mein Beruf geworden. Als Musikerin arbeite ich in ganz verschiedenen Bereichen, als Sängerin solo oder auch im Ensemble, mal heiter, mal klassisch, mal ganz ernst. Auch Klavier- und Orgelspiel gehört fest in mein Leben. Man kann so viel Freude erleben und verschenken, sei es beim Begleiten eines Chores, als Solistin auch mal bei einer Trauerfeier, in Kirche und Gottesdienst – oder aber mit heiterem Programm bei verschiedensten Anlässen. Und das Schöne dabei ist, dass man es mit vielen Menschen zu tun hat – und das Leben in all seiner Farbigkeit erleben und auch gestalten kann. Ich bin dankbar für die großen Geschenke der Musik und aller Kreativität!« Sybille Häfele

»Die japanischen Kampfkünste Aikido (Weg der Harmonie) und Iaido (Weg des japanischen Schwerts) haben mein Leben verändert. Seit der ersten Sekunde – das war im Jahr 1991 – faszinieren und begeistern mich die kunstvollen und anmutigen Bewegungen, deren Eleganz innere Ruhe und Harmonie verkörpern. Körper und Geist gleichzeitig vielfältig üben zu können, ist ein großes Glück für mich. Deshalb bin ich auch sehr an der Kultur interessiert, die solche Künste entwickelte. Anlässlich unserer 6. Dan Prüfung im Iaido brachte uns unser Aikido- und Iaidolehrer Bruno Schilling 2013 nach Japan. Die dort gesammelten Eindrücke, Erlebnisse, aber besonders die unvergesslichen Begegnungen, gewährten mir tiefe Einblicke in die japanische Kultur, die mich für immer prägten. Ein weiterer Japanbesuch 2018 sollte gleich zwei große Herausforderungen mit sich bringen: zum einen die Meisterung der Prüfung zum 6. Dan Renshi und zum anderen die Einladung der Universität Gifu, um den Austausch und die Kooperation mit der PH-Karlsruhe auszubauen und zu vertiefen. Wohin mich dieser Weg noch führt?« Ralph Hansmann

»Schon als Kind habe ich gerne gebastelt und mich mit schönen Dingen umgeben. Deswegen wurde ich Erzieherin, leidenschaftliche Gärtnerin, zeitweise ambitionierte Hobbyschneiderin und Hobbytöpferin. Durch meine Kinder kamen mir immer neue Ideen, sei es Schmuck herstellen, mit Papier arbeiten oder Seidentücher bemalen. Es gibt so viel Schönes, an dem ich mich erfreuen kann.Vor fast 15 Jahren habe ich mir einen Traum erfüllt und einen kleinen Geschenke-Laden eröffnet. Zunächst mit einer Freundin, inzwischen betreibe ich ihn alleine; mit Unterstützung einer wunderbaren Mitarbeiterin. Jeden Tag treffe ich nette Menschen, führe gute Gespräche und verkaufe schöne Dinge. Neues ausprobieren, Überraschungen erleben, manche Träume verwirklichen und das an einem Ort und in einer Stadt, in der ich mich wohlfühle und in der im letzten Jahr über 2000 Stunden die Sonne schien.« Felicia Föckeler-Claus

»Für mich ist es sehr wertvoll, dass ich wieder laufen kann. Ich hatte im März 2018 eine große Rückenoperation und keiner konnte mir sagen, ob ich danach wieder laufen kann. Für mich war mein Vertrauen zu Gott sehr wichtig und heute bin ich dankbar dafür, dass die OP so gut verlaufen ist. Dafür bin ich meinem Gott von Herzen dankbar und machte mir deshalb Gedanken, wie ich etwas Gutes tun kann. Da kam mir die Spende von alten und vergammelten Stühlen gerade recht. Ich richtete sie wieder her, brannte mit dem Lötkolben christliche Lieder ein und baute sie an der Alb im Pfarrgarten der evangelischen Paul Gerhardt-Gemeinde im Stephanienbad auf, um Menschen zum Ausruhen einzuladen.« Hans Becker

»Ich habe mir einen Traum erfüllt, den ich eigentlich kaum zu träumen wagte. Es schien mir immer unmöglich und nicht realisierbar. Dann bekam ich die Gelegenheit und erwischte einen der schwer zu ergatternden Startplätze bei einer der renommiertesten Triathlon Veranstaltungen der Welt, der Challenge in Roth. 3,8km Schwimmen, 180 km Rad und 42,2 km Laufen. Es folgten neun Monate intensives Training, sechs Tage die Woche, meist zwei Mal am Tag. Raus bei Schnee, Regen, Wind und Hitze, bei Lust und Unlust, in der Früh um sechs, in der Mittagspause oder nach Feierabend. Früh ins Bett, kein Alkohol, nur gesundes Essen. Familie mit meinen zwei kleinen Töchtern und der Job benötigten ebenso ihre Zeit. Ich habe in dieser gesamten Zeit viel gelernt über Ernährung, den menschlichen Körper, mentale Stärke, vor allem über mich selbst, die eigenen Grenzen, die eigenen Stärken, über Willen, Verzicht und Selbstdisziplin. Irgendwann kam dann der Tag des Wettkampfes, die Krönung des Projekts. Ich war nicht ganz so schnell wie ursprünglich angedacht aber darum ging es irgendwann auch nicht mehr. Ich wollte mich nicht nur quälen, ich wollte es auch genießen und "aufsaugen", es erleben. Das bleibt fürs Leben, nicht nur für den Sport. Und ein Traum wurde Wirklichkeit, er wurde gelebt.« Enes Smajic

»Karlsruhe ist für mich wegen meiner Berufstätigkeit bedeutsam. So bilde ich schon seit vielen Jahren am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (berufliche Schulen) junge Referendarinnen und Referendare aus. Im Kollegium und bei den jungen Lehrern erlebe ich extrem hohes Engagement und spüre die Liebe zum Beruf. Auch die Karlsruher Schulen beeinflussen durch viele wegweisende, innovativen Konzepte meine Arbeit. Der Umstand, dass die Stadt die Digitalisierung vorantreibt, begünstigt die Erprobung von Unterrichtskonzepten im Kontext der digitalen Transformation entscheidend.« Klaus Billmaier

»Hier geboren und aufgewachsen, habe ich Karlsruhe, meine Heimat, nie verlassen. Es gab auch keinen Grund dafür. Leben und Arbeiten zu dürfen in dieser offenen und gelassenen Stadt ist für mich ein Privileg. Seit sechs Jahren bin ich nun selbstständiger Bestattungsunternehmer und bin stolz, damit einen wertvollen Beitrag zur Bestattungskultur in Karlsruhe, leisten zu können. Meinen Mitmenschen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen, ist mein Berufung.« Andreas Becker

»Karlsruhe du bist meine Stadt,
mit deiner Nähe zum Schwarzwald, zur Pfalz, zum Elsass,
mit deinen vielen Freizeitmöglichkeiten,
mit deinem milden Klima,
mit deinem Lebensmotto „Leben und leben lassen",
mit deinem überall wohltuenden Grün,
mit deiner badischen Küche,
mit deinen toleranten, freundlichen und gelassenen Menschen.
Einfach symbadisch!!!« Norbert Lehmann

»Ich bin in der glücklichen Lage, zwei Orte als meine Heimat bezeichnen zu können. Das ist mein Geburtsort Altomonte in Kalabrien/Italien und Karlsruhe. Mit 16 Jahren kam ich mit nichts als dem festen Willen zu arbeiten nach Deutschland. Im Alter von 18 Jahren hat es mich dann nach Karlsruhe verschlagen und ich wusste sofort: das wird die Stadt sein, in der ich leben will. Nicht zu groß, viel Grün und mit sehr freundlichen Menschen. Seit 36 Jahren fühle ich mich jetzt als Dammerstöckler und seit 5 Jahren habe ich auch das Glück, im angrenzenden Weiherfeld meinen Friseursalon haben zu dürfen. Als Italiener liebe ich die Menschen. Mir gefällt es, wenn mich Leute in meinen Salon besuchen, um mit mir bei einem Espresso über Gott und die Welt zu plaudern. Karlsruhe hat mir gegeben, was ich mir, als ich aus Italien wegzog, nie zu erhoffen gewagt hatte: eine zweite Heimat, wo die Menschen mich so akzeptieren und lieben wie ich bin.« Mario Costante

»Wissen Sie, was ein „gR“ ist? Nein? Ich sag es Ihnen: Ein glücklicher Rentner! Und ich habe das Glück, einer zu sein! In der Bahnhofmission (BM), wo ich seit fast vier Jahren regelmäßig ehrenamtlich arbeite, sehe ich oft genau das Gegenteil, nämlich Menschen, die das Glück verlassen hat. Es ist nicht immer jeder „seines Glückes Schmied“ – oh nein! Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Verlust des sozialen Zusammenhalts - oft verbunden mit dem Griff zur Droge, die alles vergessen machen soll und doch so gut wie immer in einem noch „böseren Erwachen“ endet – sind einige der Schicksalsschläge, die diese Menschen in`s Unglück stürzen. Da wird die BM zum Zufluchtspunkt, zur sozialen Auffangmöglichkeit, zum „Anker in „rauer See“. Jede und jeder kann kommen und nach Hilfe und Zuwendung fragen. Man kann viel Gutes tun und bekommt viel Dank zurück – was macht einem mehr glücklich als das dankbare Lächeln eines hoffnungslosen Menschen, der Licht am Tunnelende sieht?! Ja, ich bin wirklich ein „gR“!« Joachim Fassnacht

»Mit dem iPhone 3G veränderte sich mein Blick auf die Welt. Eine Kamera wurde zum ständigen Begleiter. Die Einschränkungen der Smartphonekamera brachten mich dazu dichter ranzugehen und die Stimmung mit Details – die für das Ganze sprechen – abzubilden. Zusammen mit den Bildbearbeitungsmöglichkeiten, hilft mir dies auf das Kernmotiv in einer Situation zu fokussieren. Seit Ende 2010 landen diese Bilder auf Instagram (@asexauer), ein großer Teil davon sind spontane Gelegenheiten aus meinem Alltag in Karlsruhe und zeigen meinen persönlichen Blick auf die Stadt.« Andreas Sexauer

»Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin und fahre täglich bei jedem Wetter mit großer Freude nach Karlsruhe, wo ich arbeite. Ich genieße den Weg und die Jahreszeiten. Es sind täglich 14 km dorthin: der Weg führt mich durch das Moor, über Wiesen und Felder, auf den Strahlen durch den Hardtwald Richtung Schloß. Ein besonders schöner Moment, den ich besonders liebe, ist die Lärchenallee von der Grabkapelle Richtung Schlossturm. Ich fühle mich gerade in dieser Endstrecke wunderbar lebendig, kräftig und mit viel Energie aufgeladen, ein Zustand, der mich total glücklich macht und den ich in vollen Zügen genieße und der mich fit hält. Das ist für mich Karlsruhe, jeden Tag.« Galina Uhlmann-Valovic

»Das Badische Landesmuseum habe ich schon als Kind geliebt. Die griechischen Vasen haben viel dazu beigetragen, dass ich Archäologie studiert und das Museum als meine berufliche Herausforderung entdeckt habe. Es ist großartig, heute hier arbeiten zu können und die Museumskonzepte weiterzuentwickeln. Das Karlsruher Schloss ist bestimmt einer der schönsten Orte in der Stadt, und dort seinen Schreibtisch zu haben, ist ein großes Privileg.« Eckart Köhne

»Geboren und aufgewachsen in Bühl mit griechischen Wurzeln, habe ich sehr früh meine Leidenschaft zum Karatesport entdeckt. Ab diesem Zeitpunkt dreht sich alles bei mir um den Sport! Meine sportlichen Erfolge habe ich meiner Trainerin und meinen Trainingspartnern aus Karlsruhe mit zu verdanken. Mittlerweile ist hier in Karlsruhe mein zu Hause. Hier tanke ich Kraft und Energie und habe meinen Frieden und die Liebe gefunden.« Kosta Sariyannis

»Seit fast 22 Jahren leben wir als Familie in Karlsruhe, und wir genießen es, ohne eigenes Auto auszukommen. Fast alle Wege in der Stadt legen wir mit dem Fahrrad zurück, in unserer Garage befinden sich neben dem Tandem auch ein Lastenanhänger, Mountainbikes, ein E-Bike und pro Familienmitglied mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad. Wir sind also flexibel! Die Infrastruktur für Fahrradfahrer*innen hat sich deutlich verbessert in unserer Stadt – wir sehen aber noch viel Luft nach oben.« Monika Roth und Wolfgang Neber-Roth

»Als ich aus Karlsruhe wegzog, war ich neunzehn Jahre alt und fand die Stadt langweilig und altbacken. Als wir, nach Jahren in Hannover und Berlin, 2006 zurückkamen, war ich doppelt so alt, und ich fand, Karlsruhe hatte sich gewandelt, mit interessanten Plätzen und Parks, Theatern, Kinos, spannenden Menschen. Der Schwarzwald, die Pfalz und das Elsaß in der Nähe. Jetzt haben zwei meiner drei Kinder Karlsruhe verlassen und studieren anderswo. Vieles Schöne erkennt man erst, wenn man erwachsen geworden ist.« Wolfgang Vögele

»Nach meiner Flucht aus Sri Lanka habe ich über viele Umwege den Weg nach Karlsruhe gefunden. Ich habe hier mein berufliches sowie persönliches Glück gefunden und bin froh Karlsruhe meine Heimat zu nennen. Ich mache mit großer Leidenschaft als italienischsprechender Tamile italienisches Eis und verwöhne die Karlsruher mit diesen fröstlichen Kreationen, die bundesweit vom Feinschmecker prämiert wurden. Das macht mich sehr zufrieden und stolz, dass ich meinen Weg "vom Tellerwäscher zum Gelatiere" gemeistert habe und ich hier in Karlsruhe gut aufgenommen wurde.« Thavakumar Maniam

»Vom hessischen Land in die badische Metropole; Karlsruhe ist definitiv ein Ort, wo man wurzeln und sich wohlfühlen kann. Hier habe ich meine Frau geheiratet, hier wächst unser Sohn auf. Wir leben in der Oststadt und genießen besonders die Nähe zum Hardtwald. Meine Leidenschaft zum Fußball kann ich quasi um die Ecke noch regelmäßig in der Kreisklasse (beim DJK Ost) ausleben. Ich arbeite im CVJM, dem Christlichen Verein Junger Menschen, und investiere in die unterschiedlichsten Angebote für Kinder und Jugendliche. Besonders für Glauben, Kirche und Gesellschaft ist mir wichtig, dass man nicht bei angestaubten Traditionen und Ansichten stehenbleibt, sondern mutig, neu und innovativ nach vorne denkt.« Jan-Paul Herr

»Seit meiner Kindheit bin ich mit dem Zoologischen Stadtgarten in Karlsruhe verbunden, waren es zunächst die Familienausflüge und das Karpfenfüttern bei der Gondolettafahrt, schloss sich noch vor meinem Studium ein halbjähriges Praktikum im Tierpflegebereich an. Auch meine Diplomarbeit über Papageien realisierte ich im Zoo Karlsruhe. Der berufliche Weg führte mich fast fünfzehn Jahre auf die Kanareninsel Teneriffa in den Loro Parque, bevor ich 2015 als Direktor in den Zoo Karlsruhe, meinen liebenswerten Heimatzoo zurückkehrte. Diese wunderbare Einrichtung nun als Artenschutzzentrum für bedrohte Tierarten in die Zukunft zu führen und dabei die Menschen für den Erhalt unserer Tierwelt zu sensibilisieren und interessieren, sehe ich als meine Hauptaufgabe.« Matthias Reinschmidt

»In Karlsruhe geboren und aufgewachsen. Eine Weile unterwegs gewesen. Heute lebe ich gerne wieder hier mit meiner Familie. Durch lange Spaziergänge mit Hund und Kamera hat sich ein neuer Blick auf „meine Stadt“ entwickelt. Als Streetfotograf erlebe ich überraschende Kontakte mit Menschen und Orten. Mal zieht es mich in geschäftiges Treiben und bunte Vielfalt, mal an verlassene Orte. Diese entwickeln oft erst auf den zweiten Blick ihren Charme, bekommen eine Seele. Mit meinen Fotos gebe ich Szenen und Orten einen Platz in meinem Herzen. So wächst und entsteht ein „neues“ Karlsruhe in mir.« Andy Vetter

»Als eingeborene, tierliebende Karlsruherin schätze ich in Rüppurr die Verbindung von Stadt- und Landleben. Meine Vision: die Welt durch Achtsamkeit mit Tieren – insbesondere Schafen - ein Stückchen besser zu machen. Schafe sorgen gut für sich, machen oft Pause, leben im Hier und Jetzt, bewerten nicht und halten zusammen. Wir Menschen können viel von ihnen lernen.« Birgit Arnold

»Was macht mich aus? Was macht mich glücklich? Wovon lebe ich? Wovon träume ich? Die Liebe zu den Menschen, die Begegnung mit dem Müllmann, dem Porschefahrer, die verschiedenen Bildungsschichten. Ich liebe die Vielfalt der Kulturen in Karlsruhe, im CVJM, auf der Straße, beim Bäcker, in Kunst und Theater. Das sind wertvolle Begegnungen. Ich mag spontane Überraschungen, Neues, Fremdes, interessantes asiatisches Essen, Kinder, Sport und Bewegung. All das macht mich glücklich. Und all das macht mich zu einem Menschen. Das macht mich auch unglücklich und traurig: technische und politische Entwicklungen, Hass, Neid, Unterdrücktheit. Die Liebe zu den Menschen bleibt. Und am liebsten bin ich draußen in der Natur.« Christine Lobitz

»Auf meiner Reise von der Pfalz quer durch Deutschland und der Schweiz, bin ich eher zufällig in Durlach gestrandet. Karlsruhe ist für mich geografisch die perfekte Mitte zwischen Heimat und Ferne. Als Physiotherapeut und CrossFit-Trainer gebe ich den Menschen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit – somit ein Stück Gesundheit, sprich Lebensqualität zurück. Das tue ich jeden Tag mit absoluter Leidenschaft.« Andreas Schaaf

»Als Offenburger Landei bin ich 2005 nach Karlsruhe zum Zweitstudium gekommen und irgendwie hängen geblieben. Karlsruhe war keine Liebe auf den ersten Blick. Karlsruhe ist keine Modeerscheinung – Mode kommt hier ohnehin erst langsamer an – aber genau darin liegt die Stärke dieser Stadt: Sie erscheint mir pragmatisch, rational, ruhig. Der Name „KarlsRUHE“ fordert es schon ein. Für mein ansonsten schnelllebiges Leben ist das gut. Die Stadt zwingt mich immer wieder inne zu halten, was ich von mir aus wohl nicht täte. Als Medienpädagoge und Lehrer genieße ich außerdem das Netzwerk, welches ich mir hier seit meinem Studium aufgespannt habe. Ohne dieses Netzwerk wäre es nicht möglich gewesen, die Realschule am Rennbuckel als Vorreiterschule für Mobiles Lernen mit iPads zu entwickeln. Unsere Fortbildungen und Veranstaltungen rund um das Thema „Lernen mit Tablets“ lassen mich viel in Deutschland und Europa rumkommen. Somit wurde Karlsruhe beruflich zum Trampolin. Es katapultiert mich in die Digitale Welt und federt mich immer wieder ruhig ab. Hier habe ich beruflich und privat viele Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten ohne dabei abzuheben!« Maximilian Stoller

»Ich bin ein Karlsruher Bub. Aufgewachsen im Idyll zwischen Weiherwald, Oberwald und Rüppurrer Bad verbrachte ich eine abenteuerreiche Kindheit zwischen Stadt und Ländlichkeit. Nach ausgedehnten Reisen, langen Jahren in fremder Ferne schätze ich heute besonders das Glück, dass Karlsruhe zumeist im Abseits großer Geschichte vor sich hin blüht. Statt Schwerindustrie und verseuchter Brachen überall herrliches Grün mit wunderbaren Radwegen. Doch ganz ohne einen Hauch Langeweile ist das Paradies nicht zu haben.« Jürgen Cammisar

»Was soll man sagen. Am Gutenbergplatz in Karlsruhe ein Musikgeschäft inklusive Musikschule zu eröffnen, war 1974 für mich ein großes Ding. Die Leidenschaft zu Musik hört niemals auf, auch wenn man älter wird, und so habe ich mich entschlossen, vor einigen Jahren ein ganz neues Instrument für mich zu erlernen. Das Bandoneon, das unlogischste Instrument der Welt, ist auch für einen Profi eine große Herausforderung und braucht sehr viel Übung. Jeden Tag spiele ich einige Stunden und genieße dabei das wunderbare Ambiente der Weststadt in Karlsruhe. Noch einmal als Berufsmusiker mit dem Bandoneon in unserem Trio auf der Bühne zu stehen, ist ein großes Geschenk.« Peter Schuler

»Ich bin nicht nur ein eingeborener, sondern auch ein überzeugter Karlsruher und fühle mich des badischen Liberalismus verpflichtet. Älter an Jahren, aber immer noch jung genug, um ein paar Grillen im Kopf zu haben. Sei es meiner Segel- oder Motorradlust zu frönen und sich Neugier zu erhalten, Pläne für die Zukunft zu schmieden und versuchen, diese auch umzusetzen. Kurz – Karlsruhe ist meine Stadt, meine Heimat, in der ich all das Lebenswerte finde und genießen kann. Einfach symbadisch!« Thomas Greß

»In Karlsruhe geboren bin ich nach dem Studium gerne wieder zurückgekommen und der Stadt und den Menschen bis heute gerne treu geblieben. Allerdings verbindet mich die Liebe auch mit dem Schwabenland und es ist immer wieder Nachdenkens wert, warum das Schwaben-Baden Thema aus schwäbischer Sicht nicht die Bedeutung hat.« Markus Schneider

»Als geborener Karlsruher bin ich Karlsruhe immer treu geblieben. Selbst eine berufliche Versetzung ins Schwabenländle konnte ich nach kurzer Zeit rückgängig machen, um mich hier wieder wohl zu fühlen. In Schwaben liebe ich einen Autobauer mit sportlichen Genen und das Autobahnschild Richtung Karlsruhe. Insgesamt verbindet mich hier der urbane Lebensstil mit den vielen grünen Lungen der Stadt.« Hans-Peter Schwind

»Kunst begleitet mich schon mein ganzes Leben. Sie ist meine Leidenschaft. In der Schule hatte ich Kunst als Leistungsfach belegt. Eigentlich wollte ich Maskenbildnerin werden. Wie das Leben so spielt bin ich dann im Galeriebetrieb gelandet. Schon früh habe ich selbst angefangen Kunst zu kaufen. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie aufgeregt ich war als ich den Scheck für mein erstes Kunstwerk ausgestellt habe. Die Summe war höher als mein damaliger Monatsverdienst. Es war eine Gouache von Elvira Bach. Ich lebe mit der Kunst, sie umgibt mich täglich. Zuhause mit unserer Sammlung und in der Majolika als Leiterin Kunst. Kunst bereichert mein Leben.« Martina Kistner-Bayne

»Seit 2010 pendle ich von Nürnberg nach Karlsruhe an die PH. Die meiste Zeit verbringe ich hier in meinem Büro. Strukturen zu entschlüsseln fasziniert mich. Egal ob es dabei um Mathematik, Lernprozesse, Musik oder handwerkliche Tätigkeiten geht – immer wieder zeigen sich die gleichen Muster. Um sie zu sehen, muss man nur etwas sensibel sein, der Rest ist Analogie und Variation. Auch bei internationalen Kooperationen erlebt man, dass die Menschen überall auf die gleiche wunderbare Weise so verrückt sind wie man selbst.« Mutfried Hartmann

»Wollt ihr meine Meinung hören: Jeder, der aufhört zu lernen ist alt. Und jeder, der etwas lernt, ist jung. Ich bin Lehrer, aber ich werde immer jung bleiben. Sei es als Erklärvideo-Produzent, als Autor, als Pianist oder beim Bouldern. Trefft mich gerne überall auf der Welt oder in meiner Homebase Karlsruhe.« Felix Fähnrich

»Ich bin Musikerin – Sängerin, Saxofonistin, Geigerin, Songwriterin. Ich mag Leidenschaft und Zartheit, Humor und einen scharfen Verstand und ich wäre oft froh, wenn ich ein wenig mehr von diesen schönen Eigenschaften hätte. Aber manchmal, wenn ich Augen und Ohren genug aufmache, begegnen sie mir und ich kann Musik daraus machen, was für ein Glück!« Regina Degado

»Karlsruhe – Wahlheimat. Nach 30 Jahren schon lange nicht mehr nur politische Heimat. Ich fühle Vertrautheit und eine Verbundenheit mit Mensch und Raum. Ich spüre, ich bin hier verwurzelt.« Simone Heupgen

»2005 brachte mich mein Studium nach Karlsruhe. Ich bin Lehrer, Erklärvideo-Produzent und künstlerischer Leiter des Karlsruher Jakobus-Theaters. Unsere Stadt vereinigt für mich die Vorzüge einer Großstadt (ohne eine zu sein) mit den Vorzügen einer familiär ländlichen Region (ohne eine zu sein), sozusagen „the best of both worlds.“ Die Nähe zum Rhein, zum Schwarzwald und unseren Französischen Nachbarn, das reichhaltige kulturelle Angebot und die vielen Sonnenstunden im Jahr haben mich von meiner badischen Wahlheimat überzeugt und mich in diese (und in dieser) Stadt verlieben lassen.« Carsten Thein

»Karlsruhes Provinzialität ist nur mit Humor zu ertragen. Viele politische Entscheidungen scheinen der Visionslosigkeit entsprungen. Allerdings ist die geografische Lage fantastisch, die Nähe zu Frankreich, die kulinarische Vielfalt überragend. Man kann hier treue Freunde und ein gutes Leben finden.« Gunter Wessmann