Diese Web Site ist ein von Humans of New York inspiriertes Projekt, das Menschen, die in Karlsruhe leben oder arbeiten, vorstellt. Wenn Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bei mir per eMail. Frank Thissen

Menschen in Karlsruhe


»Über dem Portal der Franziskuskirche in Dammerstock breitet der heilige Franziskus weit seine Arme aus. Mit solcher Offenheit fühlte ich mich willkommen geheißen in Karlsruhe, als ich nach 28 Jahren Auslandaufenthalt im Januar 2019 nach Deutschland zurückkehrte, und in Franziskus’ Nachbarschaft eine neue Heimat fand. Von einer persönlichen Krise betroffen, das Brexit-Drama hinter mir lassend, wandte ich mich wieder meinem Geburtsland Deutschland zu und landete in der mir bisher unbekannten Stadt Karlsruhe. Hinter den Pforten von St. Franziskus wirkt und webt eine lebendige Gemeinde, eine Küche für Obdachlose, und in den ehemaligen Klostergebäuden entsteht eine offene, christliche Gemeinschaft, die sich ‘Stadtkloster‘ nennt. Der weitläufige Klostergarten wird gemeinsam genutzt und lädt ein, Gottes Gegenwart mitten im Alltag zu suchen und zu finden. Im 13. Jahrhundert hat der heilige Franziskus wandernd, obdachlos und in völliger Armut gelebt und sich den Ausgestoßenen, Armen und Kranken zugewandt. So hat er immer wieder die Gegenwart und die Freundschaft Jesu erlebt. Wenn mein beruflicher Werdegang in einem Pflegeheim mich jetzt auf völlig neuen Pfaden in die Nähe von Leid, Verlassenheit und Krankheit führt, weiß ich mich nun von einer Gemeinschaft getragen, auf dem offenen Meer des Lebens einzig von der Liebe beschützt und von Franziskus inspiriert. Hier möchte ich gerne bleiben.« Dorothee Schack

»Mein Name ist Shirin (das bedeutet „süß“) – mein persischer Vorname verweist auf meine Herkunft: ein iranischer Vater, eine deutsche Mutter, ich selbst geboren in Karlsruhe. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in dieser Stadt, bis sie mir irgendwann zu „eng“ wurde und ich mein Studium in Mannheim und Wien absolvierte. Danach ging’s auf die Suche nach meinen persischen Wurzeln in den Iran, wo ich einige Monate blieb, bis ich mich aus der Millionen-Metropole Teheran wieder aufmachte ins ruhigere Karlsruhe. Hier ließ ich mich schließlich nieder, arbeite als Sozialarbeiterin, gründete eine Familie und fand eine neue Herausforderung in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im gewächsHaus Mütterzentrum in der Südstadt. Manchmal muss man lange suchen, um seine Heimat schätzen zu lernen. Karlsruhe ist meine Heimat, auch wenn meine Wurzeln viel weiter reichen.« Shirin Navaei

»Das Studium der Informatik führte mich aus Niedersachsen nach Karlsruhe. Anfangs habe ich die Frau in der Bäckerei nicht verstanden – ich konnte ja nur Hochdeutsch. Zuerst war es nur das morgendliche Laugencroissant mit Schinken und Käse, welches mich hier hielt. Mit der Zeit lernte ich mehr Menschen, Facetten und Eigenarten dieser Region lieben. Technologie spielt eine wesentliche Rolle in meinem Leben. Die Region um Karlsruhe ist inspirierend und voller zukunftsweisender Ideen. Ich will hier nicht mehr weg. #ZweiteHeimat« Peter Curth

»Ich bin in Schleswig-Holstein aufgewachsen, habe an der PH Heidelberg studiert und bin durch meinen Mann nach Karlsruhe gekommen. Unsere Familie hat sich im Dammerstock immer wohl gefühlt. Es entwickelten sich Freundschaften, die bis heute bestehen und mir sehr viel bedeuten. Nach 10 Jahren im Schuldienst habe ich über einen langen Zeitraum Grundschulkindern in kleinen Gruppen Blockflötenunterricht gegeben. Die Musik war mir schon immer eine Freude und Hilfe fürs Leben. Seit meiner Jugend habe ich in verschiedenen Chören gesungen, spiele auch heute noch regelmäßig Klavier und Flöte und liebe die Oper. Seit über 30 Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich in der ev. Friedensgemeinde und bekomme sehr viel von den Menschen zurück.« Gisela Endemann 

Johannes Gerve

»Alle sind nach Berlin. Mich hat es nach meinem Kunststudium nach Karlsruhe verschlagen, immer mit dem Gefühl auf dem Sprung zu sein, nie mit dem Gefühl zu bleiben. Raum für Stille und Ruhe ist für mich von großer Bedeutung. Die Möglichkeit mich an einen Ort zurückziehen zu können, die Konzentration auf meine künstlerische Arbeit, das Malen, die Musik, lesen, schreiben. Seit einiger Zeit lebe und arbeite ich in einem Atelierhaus in der Karlsruher Südstadt und habe das Gefühl, den Ort gefunden zu haben, den ich immer gesucht habe. Ein stiller Rückzugsort mitten in der Stadt, umgeben von tollen Menschen, Musik und Kunst, Cafés und Kneipen. Ein Ort, an dem ich sein und bleiben möchte.« Sina Firniss 

Johannes Gerve

»Meine Ur-Urgroßeltern lebten schon in Karlsruhe. In Karlsruhe geboren, zur Schule gegangen und an der Kunstakademie Karlsruhe studiert, seit 30 Jahren hier als hauptberuflicher Künstler. Seit geraumer Zeit lebe ich in der Südstadt und habe hier mein Glück gefunden. Je mehr ich von der Welt gesehen habe, desto mehr schätze ich diese großartige Stadt, die sich in den letzten Jahrzehnten positiv geöffnet hat, mit Straßencafés, international beachteten Ausstellungen, Musik, Theater und vielen Kulturschaffenden, die weltweit agieren. Die Südstadt, das lebendigste Viertel der Stadt, ein wunderbares Zusammenleben vieler Nationen. Künstler, Arbeiter und Intellektuelle, verschiedenste Menschen leben hier achtungsvoll zusammen, Rechtsradikale finden hier wenig Anklang. Ein buntes Treiben mit vielen kleinen Geschäften, die ihre Besonderheiten anbieten. Ein Kleinod, natürlich auch mit Problemen, und keine Selbstverständlichkeit. Jeder Einzelne ist wichtig, das macht die Südstadt aus, aber auch die Politik steht in der Verantwortung diesen Raum des Miteinanders zu erhalten, Wohnungsspekulationen zu entgegnen. Mein Traumatelier habe ich in Ettlingen gefunden. Ich empfinde es als großes Privileg hier leben, lieben und arbeiten zu dürfen.« Johannes Gervé

Hans-Dieter Kempf, geboren in Baden-Baden und aufgewachsen in Karlsruhe, hat vielen Menschen durch seine Sportangebote zur Freude an der Bewegung und Fitness verholfen. Wer ihn als Trainer erlebt hat, erinnert sich an die Lebensfreude, die er ausstrahlte und mit der er auf jeden Einzelnen zuging. Sport war sein Leben, doch eine Krebserkrankung, mit der er jahrelang kämpfte, hat ihn schließlich bezwungen. Hans starb am 3. Mai 2017. Frank Thissen

»Schon während meiner Lehrzeit als Schreiner in Durlach-Aue war es mein Ziel, mich irgendwann selbstständig zu machen. Die Werkstatt mit Wohnung in Durlach bauen zu können und dort mit meiner Familie zu leben und zu arbeiten, war und ist traumhaft. Mit einem tollen Team schöne Möbel zu fertigen ist sehr anregend, kreativ und inspirierend. Das Umfeld mit wertvollen Freundschaften, Lebensfreude, Kultur und Natur ist außergewöhnlich. Meine Familie und ich leben sehr gerne hier.« Martin Fuchs

»Im September 2012 begann meine Reise nach Karlsruhe, die ursprünglich für sechs Monate geplant war. Ich kam aus Ägypten als Austauschstudent, um hier meine Studium zu beenden. Aber Karlsruhe hatte einen anderen Plan für mich: Mittlerweile arbeite ich seit sieben Jahren in der IT-Branche und helfe Menschen durch die Entwicklung von digitalen Dienstleistungen. Ich fühle mich hier sehr wohl und bezeichne nun Karlsruhe als meine Heimat. Seit dem letzten Jahr bin ich ein glücklicher deutsche Staatsbürger. Und wenn ich mal Heimweh nach Ägypten habe, dann gehe ich kurz zum Marktplatz und schaue mir die Pyramide an 😊.« David Zaki

Klaus Philipp

»Ich bin eine gebürtige Karlsruherin. Mein Vater hat mir die Liebe zum Badnerland und speziell zu Karlsruhe schon in die Wiege gelegt. Seit 1995 arbeite ich in der Buchbinderei der Stadt Karlsruhe. Als Buchbindermeisterin und Restauratorin darf ich dazu beitragen, auf eine erfüllende und wunderbar abwechslungsreiche Art, die Geschichte meiner Heimatstadt zu bewahren. Meine liebsten badischen Begriffe sind: Gänsebliemle, komm geh` ford und dusch du dusche ;0)« Ariane Beute

Klaus Philipp

»Geboren wurde ich im ehemaligen Jugoslawien in den 90ern. Während dem Bürgerkrieg kam ich nach Karlsruhe zu meiner Oma. Am Anfang war es etwas ungewöhnlich: eine neue Stadt, neue Schüler und eine andere Schule. Es war alles fremd. Aber nach kurzer Zeit war Karlsruhe für mich meine neue Heimat und ist es bis heute geblieben! Nach über 30 Jahren bin ich mit Karlsruhe sehr verbunden. Am liebsten spaziere ich mit meiner Familie durch den Schlosspark!« Tanja Belezis

Klaus Philipp

»Im Großen und Ganzen finde ich es ziemlich gut in der Stadtbibliothek Karlsruhe zu arbeiten. Als ich hier anfing, hatte ich nicht geplant, Jahrzehnte zu bleiben. Es war dann aber alles sehr interessant, zumal es die Zeiten der Veränderung und digitalen Transformation waren. Die Menschen in Karlsruhe kommen gern in die Stadtbibliothek und geben häufig positive Rückmeldungen. Einer hat uns mal geschrieben: "Hier finde ich alles Lebenswichtige". Das freut meine Kolleginnen und Kollegen natürlich; sie setzen sich oft leidenschaftlich dafür ein, dass Menschen sich hier wohlfühlen und sie die Medien finden, die sie brauchen. Pro Tag kommen etwa zweitausend Personen zu uns, die zahlreichen digitalen Nutzer*innen nicht mitgerechnet. Für manche Leute sind wir zweite Heimat, für andere dritter Ort. Hier teilen sich viele Menschen Räume, Bücher, Wissensressourcen und oft denke ich, dass die Bibliotheken zu den Pionieren des Sharing gehören. Neben meiner beruflichen Seite gibt es auch die private in Karlsruhe. Mit meiner Familie habe ich mich vor vielen Jahren dafür entschieden, hier leben zu wollen. Hier und im Umland gibt es alles, was mir wichtig ist. Bis heute finde ich es wunderbar, dass ich das meiste mit dem Fahrrad machen kann. Das gefällt mir und gibt mir ein Gefühl von Freiheit.« Andrea Krieg

Klaus Philipp

»Ich bin in der Karlsruher Altstadt aufgewachsen und habe fast die gesamte Jugend im Karlsruher Schlosspark verbracht. Die Woche gehört der Arbeit mit einem super Chef, am Wochenende unternehme ich als Ausgleich viel. Die beiden Söhne sind jetzt außer Haus, aber es gibt für mich noch viel Arbeit, denn jetzt will ich in Karlsruhe und auch in Thailand ältere Menschen und arme Kinder glücklich machen. Auch wenn es manchmal nur kleine Dinge sind, die man gibt oder durch die man hilft – sie freuen sich so sehr und schenken mir ein Lächeln. Das reicht völlig. Liegt das an meiner Kindheit, die ich im Kinderheim verbrachte oder an meiner thailändischen Frau? Sie ist Buddhistin, gibt mir Kraft und gleichzeitig Ruhe und hat immer ein Lächeln für mich. Das Leben kann so schön sein!« Klaus Philipp

Alex Worgitzki

»Gemeinsam erschaffen wir, Schritt für Schritt, die Gesellschaft in der wir leben wollen. Dabei spielt es für mich keine Rolle ob im Kleinen oder im großen Stil. Ich bin glücklich, dass wir mit der Freien Aktiven Schule Karlsruhe e.V. einen Platz für meine Kinder gefunden haben, an dem sie in einer wertschätzenden und achtsamen Umgebung aufwachsen können. Die Werte die wir im Verein vorleben prägen ganz natürlich auch die Jugendlichen die als selbstbewusste Menschen die Schule verlassen. Auch in meiner Tätigkeit als Kommunikationstrainer und Unternehmensberater lege ich großen Wert auf diese wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe und Entwicklung hin zum ganzheitlichen Blick auf die Gesellschaft und deren Systeme.« Alex Worgitzki

Peter Behringer

»Bevor ich 1985 im damaligen Kulturreferat der Stadt zu arbeiten begann, hatte ich Karlsruhe nie zuvor gesehen. Aber es hat mir hier auf Anhieb gefallen, 34 Jahre meines Lebens bin ich geblieben. Beruflich eröffneten sich mir tolle Chancen, etwas zu bewegen und voranzubringen. Ich war dabei, als die Soziokultur sich ihren Platz erkämpfte oder das Projekt ZKM entwickelt und realisiert wurde. Und ich durfte Mitte der 90er Jahre das Internet bei der Stadt einführen und zu einem völlig neuen Kommunikationskanal und Arbeitsmittel ausbauen. Spannende Zeiten. Mittlerweile bin ich im Ruhestand und das Berufsleben weit hinter mir. Die Einladung zu „Menschen in Karlsruhe“  hat mich gefreut, denn ich schätze das Projekt und den Initiator sehr. Und der Fototermin bot auch eine willkommene Gelegenheit, wieder einmal im Rathaus vorbeizuschauen.« Peter Behringer

Mareike Oesterle

»Nach der Schule hatte ich nicht wirklich eine Idee, was ich machen wollte. Deshalb ging ich ins Ausland und arbeitete davor und danach auf Wangerooge in einem Restaurant, da ich auf der Insel Familie habe. Etwas durch Zufall hat es mich dann von meiner Heimatstadt Oldenburg nach Karlsruhe und dann an die Pädagogische Hochschule verschlagen. Am Anfang fand ich die Stadt gar nicht so toll, für mich war es eher Liebe auf den zweiten Blick. Jetzt bin ich seit gut 10 Jahren hier. Vor 5 Jahren habe ich noch einmal versucht, wieder in den Norden zu ziehen, bin aber dann wieder nach ca. 7 Monaten zurück nach Karlsruhe gekommen. Hier mag ich, dass es nicht zu klein, aber auch nicht zu groß ist. Ich mag es, viele Leute zu kennen, wenn ich auf den Markt oder abends in eine Bar gehe, aber auch trotzdem immer wieder neue Leute kennenzulernen.« Mareike Oesterle

Torsten Traub

»Ich hab das Glück, zwei spannende Berufe gleichzeitig ausüben zu können. Lehrer zu sein ist unglaublich abwechslungsreich, weil es immer wieder darauf ankommt, sich auf neue Lerngruppen, Bedingungen und Themen einzustellen. Als Berater am Stadtmedienzentrum komme ich rum, sehe viele Karlsruher Schulen von innen und begegne interessanten Menschen. Da ich fast nur in Karlsruhe als Berater unterwegs bin, habe ich das Glück, beinahe alle Termine mit dem Fahrrad erreichen zu können. Mit meiner Frau und unseren beiden Kindern lebe ich gerne in Neureut. Gleichzeitig nah an der Stadt und doch draußen im Grünen.« Torsten Traub

Sasa Krauter

»Nach einer längeren Leistungssport-„Karriere“ und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Sport innerhalb des Studiums gilt meine Leidenschaft nun schon seit vielen Jahren der östlichen Philosophie mit ihrem Welt- bzw. Körperverständnis. In den chinesischen Bewegungsmeditationen wie Taiji und Qi Gong, aber auch im Yoga oder im Zazen kommt dieses Verständnis zum Ausdruck und wird erfahrbar. Diese Praktiken empfinde ich in ihrer Ganzheitlichkeit als große Bereicherung für mein Leben. Die umfassende Wirkung von körperlichem und mentalem Training auf Gesundheit und Wohlbefinden fasziniert mich bis heute. Diese Faszination war es schließlich auch, die meinen Weg im Jahre 2000 nach Karlsruhe führte, wo ich seitdem sehr gerne lebe und unterrichte.« Sasa Krauter

Felix Gross

»Als ich das Fotografieren anfing, da gab es noch keine Automatik-Kameras. Aber schon welche mit Motor, zum Aufziehen wie ein Uhrwerk. Heute haben wir Kameras mit perfekten Automatismen. Und wir brauchen keine Filme mehr. In der Kamera steckt ein kleiner Chip, der 1000 erstklassige Schüsse in schneller Folge abspeichert. Die werden in Computer eingelesen, bearbeitet und gehen sofort online hinaus in die Welt. Oder werden mit einem Ink Jet Drucker so schön und gut zu Papier gebracht, dass die alten Laborprofis neidisch werden. Und man muss kein Druide sein, um dieses nicht mal sehr teure Zauberzeugs handhaben zu lernen. Heute kann jeder Laie selbst spitzenmäßig gute Fotos machen. Die Digitaltechnik leistet mehr als Film je konnte. Meine Kunstrepros bringen zuweilen selbst die Künstler in Zweifel. In digitaler Reproduktion und in meinen Spezialgebiet Archivdigitalisierung hat mein Angebot teilweise Alleinstellungsmerkmal. Was mich aber nicht hindert, auch gut und gerne andere, ganz normale Fotos zu machen.« Felix Gross

Fred Hertweck

»Neben meiner Beratertätigkeit an Schulen, die ich in ihren Entwicklungs- und Veränderungsprozessen begleitet habe, war und ist die Beschäftigung mit Totholz, das ich zu neuem Leben erwecke, eine zutiefst befriedigende Beschäftigung. In den Wäldern um Karlsruhe und im Urlaub finde ich Holz, das schon einem Zersetzungsprozess ausgesetzt war. Mit verschiedensten Werkzeugen lege ich frei, was die Natur schon vorgearbeitet hat und bin neugierig, was daraus werden wird, wenn alles Morsche, Faule und Verwurmte entfernt ist. Diese Stücke reizen und fordern mich zur Weiterbearbeitung und Gestaltung heraus. Mit Öl und Wachs veredelt, wird aus jedem Stück ein Unikat, das seinen eigenen Charakter hat. Bisweilen entpuppen sich manche Fundstücke auch als Enttäuschungen, aber genau das gehört auch zum lebendigen Dasein.« Fred Hertweck

Michael Korb

»1969 wurde ich in Karlsruhe geboren, wo ich auch aufgewachsen bin und welches ich auch nie länger als zwei Monate verlassen habe. Ich liebe es hier zu leben. Meine Leidenschaft für die Musik habe ich mit 9 Jahren auf einer Wurlitzer Musikbox entdeckt. Es war John Lennons Song „Imagine“. Die Leidenschaft ist bis heute ungebrochen und wird mich den Rest meines Lebens begleiten. Kreativität ist mein Leben.« Michael Korb 

Bettina Lörz

»Vor 26 Jahren einen Karlsruher geheiratet – so habe ich meinen Weg von Innsbruck/Tirol nach Karlsruhe gefunden. Unsre beiden Töchter sind hier geboren, hier habe ich wertvolle Menschen kennengelernt und kann meinen Traumberuf leben. Immer wieder, wenn mir „meine Berge“ fehlen, bin ich froh, zumindest auf den Turmberg zu radeln, um dort mit einer Tasse Kaffee Sonnenuntergänge zu genießen. Der Blick in die Ferne auf den Pfälzer Wald oder die Vogesen gibt mir immer wieder neu das Gefühl ganz im Hier und Jetzt zu sein. Und das macht mich dankbar.« Bettina Lörz 

Eberhard Pfeifer

»Im Januar 1990 bin ich beruflich bedingt nach Karlsruhe gezogen. Schon am Ende meines Studiums hat mich die Kunst des Projektmanagements fasziniert. 30 Jahre lang habe ich Projekte in einer der größten Erdöl-Raffinerien von Europa hier in Karlsruhe umgesetzt. Projekte in allen Größenordnungen, einfache und schwierige, mit kleinen und großen Teams. Und immer wieder galt es, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und die Zukunft zu gestalten. Jetzt schließe ich diese Zeit mit dem guten Gefühl ab, zur Versorgungssicherheit unserer Region einen Beitrag geleistet zu haben. Und gleichzeitig freue ich mich darauf, Karlsruhe und seine Umgebung neu zu entdecken und Muße für die vielen schönen Seiten von Karlsruhe zu haben.« Eberhard Pfeifer 

Jörg Schumacher

»Als Jugendlicher fand ich diese Zeilen Nietzsches magisch: „Ja! Ich weiß, woher ich stamme! Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr’ ich mich.“ Hier sah ich mich wieder. Ein viel verschlingender getriebener Sapiens-Geist bin ich immer noch. Ich will immer mehr Licht und zwar schnell. Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben mich die digitalen Technologien gepackt. The Singularity is near!!! Wann endlich! Wann endlich verschmilzt der Sapiens mit der technologischen Intelligenz. Ich sehe darin so viel Potential, das alte Tumbe an uns, alte Verhaltensmuster und Denkfiguren zu überwinden, alle Formen des Gespensterglaubens abzustreifen, die Gier nach Geld und Macht zu überwinden. Hin zu Erkenntnis, zu Freude, zu Menschlichkeit, Liebe und Kreativität – am besten auch noch berauschend. Oft wundere ich mich, dass ich immer noch da bin! Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, auf Wein, Weib und Gesang zu verzichten. Ich will weiter, denn Flamme bin ich sicherlich.« Joerg Schumacher

Micha Pallesche

»Wir leben in einer Zeit der ständigen Veränderung. Um sich gut darin zurecht zu finden benötigt man Eigenschaften wie Neugierde, Initiative, soziales und kulturelles Bewusstsein aber auch Kreativität und eine große Portion Humor sowie Achtsamkeit. All diese Dinge strebe ich an und ich versuche sie mit meinen Mitmenschen zu teilen und von ihnen zu lernen.« Micha Pallesche 

Christine Köpfler-Stange

»1976 kam ich als Studentin nach Karlsruhe und bin auch nach dem Staatsexamen geblieben. Meinen Beruf als Lehrerin für Englisch und Deutsch habe ich sehr geliebt, aber alles hat seine Zeit. 2017 ging ich in Pension und habe jetzt Zeit für mich z. B. zum Verreisen auch außerhalb der Schulferien und zum Malen. Einige meiner Bilder hängen bei Freunden und dieses Wissen, dass sie mich überdauern werden, finde ich sehr spannend. Irgendwie wollen wir doch alle Spuren hinterlassen. Gern bin ich auch ehrenamtlich beim Uneson Lernfreundeprojekt dabei, das sich um Flüchtlingskinder kümmert. Ein weiteres Highlight ist für mich die Arbeit in Ligurien, wo eine alte Freundin ein Anwesen mit großem Olivenhain besitzt. Oliven von der Blüte bis zur Ernte zu erleben und mit anzupacken, ist für mich ein großes Abenteuer.« Christine Köpfler-Stange

Sebastian Kreutz

»Für mich die Geißeln der Zeit: GIER, SERIÖSITÄT UND PHANTASIELOSIKEIT
Gier macht Armut
Seriösität macht Ödnis und
Phantasielosigkeit macht boshaft
Ich versuch mit meinen Mitteln dagegen zu halten, so gut ich kann.« Sebastian Kreutz 

Benjamin Bigot

»Für mich ist es essenziell, frei zu sein! Durch die Lebenserfahrung, das Wissen und die Menschen habe ich eine Basis bekommen, die mir die Möglichkeit gibt, ICH sein zu dürfen. Ich war mein Leben lang unterwegs und habe in Karlsruhe das Gefühl, zu Hause zu sein. In meiner Werkstatt werden Workshops angeboten, Kurse, Theateraufführungen, Ausstellungen für KünstlerInnen – es ist ein Open Space. Mein Wunsch ist, die Menschen miteinander zu verbinden.« Benjamin Bigot 

Diana Stratil-Krittian

»Karlsruhe ist schön – und das nicht nur zur Weihnachtszeit! Trotz der vielen Baustellen bietet mir meine Heimatstadt viele Erholungsplätze und eine reiche Kulturlandschaft vom Staatstheater bis zum „FEST“ und natürlich unserem KSC. Ich lebe gerne hier und engagiere mich neben meiner Arbeit in der Schule in vielen sozialen Bereichen ehrenamtlich für die Menschen in meiner Stadt, wie z. B. der Obdachlosenküche St.Franziskus, der Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingsfamilien, gebe ehrenamtlich Nachhilfe und war lange als Jugendschöffin tätig. Mich für andere einzusetzen und zu helfen, ist mein Beitrag für eine lebendige und weltoffene Stadt.« Diana Stratil-Krittian

Michael Helfer

»23. Dezember 1958, 8 Uhr.
Am Bett: der Kinderarzt, meine Mutter, mein Vater.
Im Bett: ich.
Seit Tagen hatte ich Fieber, hohes Fieber. Im Kindergarten ging Scharlach um. Der Arzt bat meinen Vater nach draußen. »Er wird Weihnachten vielleicht nicht erleben.«
Keine Worte für meine Ohren, aber…  Sanitäter kamen, brachten mich zum Krankenwagen, rasende Fahrt mit Martinshorn, Ohnmacht, fluchen über die geschlossene Bahnschranke – Aus!
Irgendwann: Dunkelheit, Stille. Ich: im Bett. Wo war ich?
Mein Bett feucht. Kann es sein, dass ein sechsjähriger Junge ins Bett macht?
Wo war ich? Meine Gedanken gingen durcheinander.
Bin ich im Himmel? Nein, denn im Himmel macht man nicht ins Bett! 
Also musste ich noch leben. Ich rief nach Mama und Papa. Ein anderer Junge, 1 Meter neben mir in einem anderen Bett, klingelte. Eine Schwester kam, sah mich, sprang freudig zu meinem Bett und gab mir einen Kuss.
Vor dem Fenster der Kinderklinik am Durlacher Tor war ein lautes Feuerwerk. Die Welt schien mit der Schwester zu tanzen und zu feiern.
Es war der Silvesterabend.
Prost, neues Leben!« Michael Helfer

Sabine Willmert

»Meine Leidenschaft sind Märchen. Mit meiner Märchenbühne trete ich in Kindergärten und Grundschulen auf, manchmal aber auch vor Erwachsenen. Angefangen hat alles vor vielen Jahren, als ich als Erzieherin an Fortbildungen zum Erzählen von Märchen und zum kreativen Gestalten von Puppen teilgenommen habe. Im Laufe der Zeit habe ich dann Puppen zu den Märchen der Gebrüder Grimm entwickelt und hergestellt und angefangen, diese Märchen auf selbstkreierten Tisch-, Bauchladen- oder Kofferbühnen in Kindergärten aufzuführen. Inzwischen habe ich ein Repertoire von über 15 Märchen. Dabei hat jedes Märchen eigene Figuren und ein eigenes Bühnenbild. Zu jeder Bühnenshow gehört auch ein Rahmenprogramm, in der ich die Kinder (oder die Erwachsenen) über eine musikalische Reise in die Märchenwelt entführe. Für mich gibt es nichts Schöneres als in strahlende Kinderaugen zu schauen und mitzuerleben, wie die Kinder staunend und gefesselt meiner Märchengeschichte folgen. Es tut gut festzustellen, dass eine solche Faszination auch ohne Fernseher und Smartphones heute noch möglich ist.« Sabine Willmert 

Silvia Koch

»In der Ernst-Reuter-Schule in der Waldstadt gehen wir seit Einführung der Gemeinschaftsschule neue Wege. Gemeinsam mit meinem Kollegium wollen wir Schule ganz neu denken und Schülern die 21st Century Skills vermitteln. Mit dem Projektfach L.E.B.E.N., dass wir nur in unserer Schule haben, wollen wir als Potenzialentfalter dienen, den Schülern im Engagement die Möglichkeit geben, Selbstwirksamkeit zu spüren und erreichen, dass sie Verantwortung für sich und andere übernehmen. Ich bin sehr glücklich seit vielen Jahren ein Teil der Schulgemeinschaft sein zu dürfen und freu mich, noch viele meiner Ideen umsetzen zu können, aber auch viele Menschen zu finden, die mit uns gemeinsam eine Spur hinterlassen und nicht immer nur den Weg gehen, den es schon gibt.« Silvia Koch

Gabriele Rugo

»Wenn es diesen Job als Schulsekretärin nicht schon gäbe, so müsste man ihn für mich erfinden. Nun bin ich schon mein halbes Leben Sekretärin an der Ernst-Reuter-Schule und lebe und liebe meine Arbeit, die Kinder, meine Chefs und die meisten Lehrer. Ich habe auch eine Aquarium AG an der Schule und die Kinder sind stolz darauf, dabei zu sein. Ein großer Traum wäre natürlich noch ein Salzwasseraquarium an der Schule einzurichten. Durch meine offen Art auf alle am Schulleben Beteiligten zuzugehen, bekomme ich ganz viel glückliche Momente zurück, die mein Leben schöner machen.« Gabriele Rugo

Volker Liedtke

»Schon als kleiner Junge hat mir mein Vater gezeigt, dass man so gut wie alles wieder reparieren kann. Mit den Jahren verbesserten sich mein Geschick und mein Interesse an handwerklichen Arbeiten wuchs stetig. So kam es, dass ich den Beruf des Holzblasinstrumentenmachers erlernte und seit 2006 meinen eigenen Meisterbetrieb für Reparaturen rund um das Holzblasinstrument führe. Nach einem Umzug von der Karlsruher Weststadt im Jahre 2012 arbeite und wohne ich heute in Karlsruhe Durlach und fühle mich hier pudelwohl. Die Nähe zu Frankreich, dem Schwarzwald und dem Pfälzer Wald empfinde ich als Naturfreund ausgesprochen reizvoll und verbringe dort an Wochenenden gerne die Zeit mit meiner Familie. Selbst zum Langlaufen nach Dobel oder Kaltenbronn benötigt man weniger als eine Stunde – einfach genial.« Volker Liedtke

Markus Breig

»Ich bin mit Leidenschaft Fotograf! ​Schon immer hat mich die Kombination von präziser Technik und Kreatives Schaffen fasziniert. Diese Faszination hat mich zur Fotografie geführt und bis heute nicht mehr los gelassen. Durch meine über 30 Jahre Berufserfahrung durfte ich auch lernen, dass Fotografie das Leben viel inniger erfahren lässt. Fotografieren macht mich wacher, neugieriger, sie ist mein Vehikel den Dingen auf den Grund zu gehen.
Das darf ich jeden Tag bei meiner Tätigkeit als Wissenschafts- und Industriefotograf am „Karlsruhe Institut für Technologie, KIT“ erfahren. Außerdem praktiziere ich mit Leidenschaft Chen Taiji Chuan. Nicht nur das äußere Leben inniger zu erfahren mit Hilfe meiner Kameras, sondern auch das Leben in meinem Innern zu ergründen, führte mich schon sehr früh zu unterschiedlichsten spirituellen Experimenten, aber erst mit Taiji erlerne ich mit konsequentem Training unter kompetenten Lehrern die Tiefen meines Selbst zu ergründen. Auch wenn ich sicherlich darin ein Anfänger bleiben werde, erfüllt mich dieser Weg mit großer Ehrfurcht und Freude.« Markus Breig

Simone Traub

»Draußen in der Natur fühle ich mich lebendig. Ich bin in Karlsruhe geboren und lebe gern hier. Sowohl beruflich als auch privat sind mir die Menschen, mit denen ich in Kontakt komme, sehr wichtig. Gute Gespräche mit Freunden und lieben Menschen schätze ich sehr. Sie geben mir Energie in meinem oft turbulenten Alltag. Ich habe von 2012 bis 2015 mit meinem Mann und den beiden Kindern in Singapur gelebt. Diese Zeit hat mich persönlich sehr bereichert. Das friedvolle Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Kulturen hat mich dort besonders beeindruckt. Jetzt genieße ich aber auch wieder das Leben hier mit alten und neuen Freunden und der Familie. Ich denke, es lohnt sich ab und an einen Schritt heraus aus der persönlichen Komfortzone zu wagen.« Simone Traub

Hugi Hugel

»Kochen, Kunst und Laufen. Drei tragende Säulen meines Alltags. Alle drei Elemente sind Arbeit und anstrengend. Aber auch unglaublich befriedigend. Karlsruhe bietet für alle Tätigkeiten das perfekte Umfeld. Schönste Laufstrecken, sympathische Bildkäufer und tolle Kochjobs. Verlasse die Stadt immer wieder gerne und bin doch froh wieder zurückzukehren.« Hugi Hugel

Frank Willmert

»Ein Schreibtisch im zentralen Einkauf des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist das Zentrum meiner Arbeit. In meinem Büroalltag habe ich naturgemäß mit zahlreichen Regelungen und Vorschriften einer öffentlichen Verwaltung zu tun, aber gleichzeitig auch mit vielen wunderbaren Menschen aus der ganzen Welt, die hier am KIT tätig sind. Durch meinen Beruf bin ich ganz dicht an deutscher und internationaler Spitzenforschung dran. Das finde ich sehr spannend. Inzwischen arbeite ich nun schon über 30 Jahre hier. Meine große Leidenschaft ist allerdings das Reisen. Das tiefe Eintauchen in andere Kulturen und Geschichte und die Begegnung mit Menschen in anderen Ländern erweitern den eigenen Horizont ungemein. Meine Trips plane ich dabei grundsätzlich individuell und meistens schon Monate im Voraus. Am Ende einer Reise freue ich mich aber auch jedes Mal, wieder nach Hause zu kommen. Naja, fast jedes Mal…« Frank Willmert

Thomas Paha

»Schon seit der 5. Klasse war mir klar: Ich möchte Musiklehrer werden. Und als mich mein Vater bei der Städtischen Schülerkapelle Karlsruhe anmeldete, durfte ich mein Wunschinstrument Basstuba lernen - und bald darauf in diesem Orchester mitspielen. Mittlerweile bin ich schon viele Jahre Musiklehrer an der Karlsruher Marylandschule und leite die Schülerkapelle, die inzwischen Jugendorchester Stadt Karlsruhe heißt. Das Musizieren mit den jungen Menschen fasziniert und inspiriert mich. Mit dem Jugendorchester pflegen wir sehr enge und herzliche Beziehungen zu den Jugendorchestern der Karlsruher Partnerstädte. Musik ist einfach grenzenlos und verbindet. Gibt es etwas Schöneres?« Thomas Paha

Samai Ngam Prom

»1988 bin ich aus Thailand nach Deutschland gekommen. Mir gefällt die Ordnung und Sauberkeit hier, das politische System und die Sicherheit in diesem Land. Inzwischen kann ich mir ein Leben in Thailand nicht mehr vorstellen – so wohl fühle ich mich hier. Der Buddhistische Tempel ist für meine Seele gut, dort habe ich auch meinen Mann kennengelernt.« Samai Ngam Prom

Klaus Buchner

»Eigentlich wollte ich nur ein bis zwei Jahre in Karlsruhe bleiben, nun sind es mittlerweile über dreißig geworden und das ist gut so. Als Musiker finde ich hier die richtige Balance zwischen großstädtischer Anregung und kleinstädtischer Gemütlichkeit. Musik hat mich schon als Kind fasziniert. Als Jugendlicher habe ich angefangen Saxophon zu spielen und bin nach wie vor von diesem Instrument begeistert. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit einem sehr jungen Instrument, der Handpan. Es bereitet mir großen Spaß, auch mit diesem Instrument in die Welt der Musik einzutauchen. Musik öffnet immer wieder auf wundervolle Weise Türen und bietet mir die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen in Kontakt zu kommen.« Klaus Buchner

Renate Gissel

»Reisen ist meine Leidenschaft – egal wohin – mir gefällt es (fast) überall. Es gibt nahezu kein Land auf der Welt, das mich nicht interessiert. Sobald ein bisschen Zeit übrig ist, packe ich meine Koffer. Dennoch bin ich sehr heimatverbunden. Karlsruhe ist mein Geburtsort und meine Basis – der Ort an dem ein Großteil meiner Familie sowie viele meiner Freundinnen und Freunde leben. Der Platz an dem ich das auf Reisen Erlebte verarbeiten kann und Pläne für neue Reisen mache. Außerdem arbeite ich hier mit über 200 größtenteils ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen beim Karlsruher Kinderschutzbund daran, Familien in Problemsituationen bestmöglichst zu unterstützen. Eine fordernde aber auch sehr befriedigende Aufgabe.« Renate Gissel

Fabian Schmid

»Mein Name ist Fabian Schmid und ich habe Produktdesign an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe studiert. Durch die Freiheiten des Diplomstudiengangs konnte ich mich auf die Produktentwicklung im Bereich der digitalen Fertigungsverfahren spezialisieren. In meiner Diplomarbeit „Tradition im Wandel der Digitalisierung“ habe ich Gestaltung und Technik miteinander verknüpft und den ersten vollautomatisierten Keramik 3D Drucker entwickelt. Dabei habe ich von den kurzen Wegen zwischen den hochkarätigen Universitäten und Hochschulen profitiert, dies macht Karlsruhe zu einer einzigartigen Stadt, in der Forschung, Entwicklung und Kultur zuhause sind. Die Ergebnisse meiner Arbeit werden über die Majolika Keramikmanufaktur vertrieben und ergänzen ihr Portfolio, um eine völlig neue Komponente der Keramikgestaltung.« Fabian Schmid

Micha Roth

»Fotografie ist für mich mehr als ein Beruf. Es ist das Einfangen und Festhalten von schönen Momenten mit Freunden, von Landschaften im Abendlicht, von Stimmungen und Gefühlen. Es ist das Spiel mit Licht und Schatten und das Erzählen von Geschichten. Eine Kamera habe ich eigentlich immer dabei, denn meistens sind die spontanen, ungestellten Bilder die Schönsten. Oft nehme ich eine analoge Filmkamera mit, denn das langsamere Arbeiten mit Film entschleunigt und entspannt mich.« Micha Roth

Daniel Jolibois

»Ich bin in Mühlburg geboren und habe hier in den 70ern meine Kindheit und Jugend verbracht. Aus dieser Zeit kenne ich noch den Bahnhof mit Gleisen (heute: Jugendzentrum). Aus dieser Zeit gibt es auch einen sehr guten Freund (ebenfalls Mühlburger) mit dem ich viel mit dem Rad unternehme, was ja gut zu Hr. Drais passt :) Mittlerweile lebe ich wieder in Good Old Mühlburg und das ist gut so. Hier fühle ich mich zuhause –  das ist Heimat.« Daniel Jolibois

Johannes Klein

»Seit 1991 bin ich Hausarzt in der Oststadt. Damit ist meine Zeit in Baden mittlerweile fast genauso lang wie meine fränkische und Karlsruhe ist mir zur zweiten Heimat geworden. Als Hausarzt ist es schön, ganze Familien aufwachsen zu sehen und zu begleiten. Das Werden und Vergehen des Menschen lehrt uns Bescheidenheit und die Freude am Gegenwärtigen.« Johannes Klein

Dorothea Adams

»Bewegung war schon immer sehr zentral in meinem Leben. In der Kindheit spielte ich im kleinen Dorf mit nur einem Platz viel Tennis. Als ich in jungen Jahren nach Karlsruhe zog lernte ich Aikido kennen und war so begeistert, dass ich 20 Jahre intensiv trainierte. Dann lernte ich die große Weisheit und den unermesslichen Schatz des Yogaweges kennen. Ich wurde Yogalehrerin, machte die Ausbildung zur Physiotherapeutin und hatte nun ein gutes Fundament zum Lehrersein. Diese nährende und inspirierende Energie des Yoga begleitet mich auf meiner Lebens – Reise. Auch die Musik hat mich immer wieder berührt, mal waren es vier intensive Bassjahre in diversen Bands. Jetzt ist es Gitarre und Gesang, die mich mit eigenen Songs in meiner Band THA HA begeistern.« Dorothea Adams

Volker Hager

»Ich vertiefe mich gerne in ein Buch, eine Landkarte, ein Musikstück. Das sind Rückzugsorte, Momente, in denen ich ganz ich bin, auf mich Rücksicht nehme. Oder ich setze mich auf mein Fahrrad, ziehe meine Wanderschuhe an, bewege mich in der Natur, lasse meinen Gedanken freien Lauf, lasse sie gehen und bin dann auch ganz ich.« Volker Hager

Benjamin Hauser

»Das Leben steckt immer voller Überraschungen. Jeden Tag passiert etwas: du triffst Entscheidungen, triffst neue Menschen oder triffst Menschen, die du schon lange nicht mehr gesehen hast. Egal was auch passiert, es passiert sowieso. Ob dir Gutes widerfährt oder nicht, hängt davon ab, wie du es siehst. Mit meinem Leben in dieser Stadt und zu dieser Zeit bin ich zufrieden. Besser geht immer, doch schlechter auch. Seit jetzt mehr als 30 Jahren lebe ich meinen Traum mit Pferden zu leben. Dies ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Seit nun mehr 22 Jahren habe ich auch das Glück, bei meinem Vater im Betrieb arbeiten zu können. Ich geniesse  das Motorradfahrern und meinen Kampfsport. Doch das Schönste in meinem Leben ist meine Tochter, für die ich so dankbar bin. Das wichtigste ist doch: Es geht immer weiter!« Benjamin Hauser

Colette Sternberg

»Während meiner Jugendzeit fühlte ich mich in Karlsruhe sehr eingeengt, fühlte mich als Musikerseele oft nicht verstanden und habe der Stadt dann für einige Jahre den Rücken gekehrt. In Spanien habe ich zu mir selbst gefunden, begriffen, wie ich leben möchte und mich letztendlich schweren Herzens dazu entschlossen, nach Karlsruhe zurückzukehren. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn immer zwei Herzen in meiner Brust schlagen werden und das spanische sehr oft lauter klopft. Eine Passion und Sehnsucht, die ich dann hier in Karlsruhe in und mit meiner Musik ausleben kann.« Colette Sternberg

Annemarie Herzog

»Raus an die frische Luft und Sonne ergattern, so oft es im Alltag, geht gehört für mich zum Wohlfühlen dazu. Egal ob in der Mittagspause im Schlossgarten, zu Hause im Wald oder in jedem Urlaub. Sonne, Bewegung und frische Luft macht mich glücklich.« Annemarie Herzog

Barbara Pfeifer

»Es sind doch immer wieder die versteckten Winkel dieser Stadt und ihre Menschen, jenseits des Mainstream, die mich interessieren. Als Musikerin und Musikpädagogin habe ich mich vielleicht auch deshalb der Musik des 16./17. Jahrhunderts verschrieben, die ja eher nicht so bekannt ist. Die Viola da Gamba hat es mir besonders angetan. Nach meinem Musikstudium entdeckte und erlernte ich dieses wundervolle Instrument. Vor nun bald 20 Jahren erfüllte ich mir einen großen Traum und gründete mit drei Kolleginnen das Gambenconsort Les Escapades. Die Proben (mit badischen Brezeln und italienischem Espresso als Pausenstärkung!) sind meist im Dammerstock, wo ich mit meiner Familie nun schon seit 28 Jahren zuhause bin. Zu erleben, wie unsere Musik die Herzen der Menschen berührt und wie die Kulturverantwortlichen unsere Arbeit wertschätzen, erfüllt mich immer wieder mit großer Freude. Und wenn wir in der großen weiten Welt unterwegs sind – also in Österreich, der Schweiz, Schweden oder Spanien – dann heißt es oft: Gamben? Gibt es in Karlsruhe?? Klar!« Barbara Pfeifer

Jonathan Zacharias, Rosanna Zacharias, Constanze Zacharias

»Vor dreißig Jahren haben wir bereits 'Verstecken' und 'Fangen' zusammen gespielt und jetzt ist's eher Jazz. Alles in allem finden wir immer noch, dass gemeinsam Dinge tun und erleben besser ist als allein. Obwohl jeder von uns sein 'eigenes' macht trifft man sich, auch für Projekte, und das oft wortlose geschwisterliche Verständnis für Situationen und Situationskomik verbindet uns immer wieder auf's Neue.« Jonathan, Rosanna & Constanze Zacharias

Angelika Jäkel

»Ich wohne im Dammerstock. Als das „schönste Baugelände im Gebiete der Stadt Karlsruhe“ galt die Siedlung einst demjenigen, der sie als Experimentierfeld für gutes und günstiges Wohnen erfunden hat – Baubürgermeister Herrmann Schneider vor 90 Jahren, im Katalog der Ausstellung von 1929. Wie wir heute wohnen, was eine gute „Gebrauchswohnung“ ausmacht, und was uns vor unserer Haustür als soziale Gemeinschaft verbindet, das beschäftigt mich beruflich wie privat. Weiter und neu mit den unterschiedlichen – auch den öffentlichen – Facetten des Wohnens zu experimentieren, das würde ich mir für Karlsruhe wünschen.« Angelika Jäkel

Mehrdad Sedghi, Mehrdi

»Im April 1979 bin ich zum Studium nach Deutschland gekommen und gleich in Karlsruhe gelandet. Ich habe sofort angefangen Deutsch zu lernen. Nach 4 Monaten Intensivkurs beim Goethe-Institut in Boppard kam ich stolz wieder nach Karlsruhe zurück und war mir sicher, dass ich mit meinen Deutsch-Kenntnissen ziemlich fortgeschritten war, bist ich feststellte, dass hier wohl die Uhren anders ticken. Viertel Acht bedeutet hier 7:15 Uhr!!!!????? (Zweifel?????) Ich habe in einigen Stadtteilen von Karlsruhe wie: Durlach, Südstadt, Oststadt und Mühlburg gewohnt und habe mich überall wohl gefühlt. Von 1984 bis 1988 war ich außerhalb von Karlsruhe, jedoch die Liebe und die Arbeit zogen mich fast jedes Wochenende wieder hierher. Anfang 1994 habe ich die mutige Entscheidung getroffen mich beruflich zu verändern und bin in den Einzelhandel eingestiegen. Nun bin ich seit über 25 Jahren in meinem Geschäft tätig, und bin stolz darauf zu wissen, dass ich damals die richtige Entscheidung getroffen habe. Hier habe ich viele Freunde gewonnen und fühle mich in einem multikulturellen Kreis sehr wohl.« Mehrdad Sedghi (Mehrdi)

Simone Walter

»Natur, Tiere, Sport – das sind meine Säulen. Seit meiner Kindheit lebe ich in Karlsruhe, zur Zeit in Forchheim, und bin beruflich wie auch privat hier zu Hause. Schon als ich klein war, war ich immer "draußen" zu finden, die Waschmaschine meiner Eltern hatte immer viel zu tun. Bewegung in der Natur war immer meins. Karlsruhe und seine Umgebung bietet dabei unglaublich viel Abwechslung, ob zu Land mit meinen Hunden, im Wasser mit Tauchequipment oder auf dem Rücken der Pferde. Schnell in der "Zivilisation" sein zu können, aber auch innerhalb kürzester Zeit in weitläufiger Natur macht für mich diese Stadt aus. Beruflich komme ich ursprünglich aus dem Sportbereich, arbeite nun aber seit über 10 Jahren mit Menschen und ihren Hunden. Ich hatte das Glück, seit ich denken kann mit Tieren aufzuwachsen, reite seit über 30 Jahren, das hilft mir täglich in meinem Tun.
 Tiere haben nun mal keine "Betriebsanleitung" wie die neuste Playstation, genauso wenig tut ihnen absolute Vermenschlichung gut.
Das müssen viele Menschen in der heutigen Zeit (wieder) lernen.« Simone Walter

Klaus Falk

»Seit inzwischen dreieinhalb Jahrzehnten in Durlach, der Mutter Karlsruhes, „d´hoim“ war ich anfangs angenehm überrascht von der Toleranz der Durlacher, wie sie bei aller Zurückhaltung gegenüber den „Neigschmeckten“ deren Lebensstile und Gepflogenheiten akzeptierten. Inzwischen ist Durlach teuer und schick geworden und viele der alten Durlacher sind weggezogen. Auch in Karlsruhe weicht die biedere Provinzialität mehr und mehr einem modernen und hektischen Hightech-Rhythmus, der die badische Originalität nach und nach verdrängt. Der Bauboom tut ein Übriges, um das Gesicht der Stadt beliebiger zu machen und im Sommer das Mikroklima zu verschlechtern. Genial an den badischen Tropen, die ihrem Ruf allerdings nur wenige Wochen im Jahr gerecht werden, finde ich das Umland der Stadt mit den vielen Baggerseen, dem Kraichgau, dem Pfälzer Wald und Schwarzwald, alle auch ohne Auto gut zu erreichen.« Klaus Falk

Maurice Florêncio Bonnet

»Das Miteinander-Lernen hat mich während meines Zivildienstes, bei dem ich in einer Werkstatt für geistig erkrankte Menschen arbeitete, zum Lehrerberuf gebracht. Ich habe das Glück (gehabt), an verschiedenen Stellen – Schule, Ministerium, Seminar für Lehrerausbildung, zuhause mit meinen Kindern – sehr unterschiedliche Perspektiven auf den Bereich Bildung und Lernen einnehmen zu können. Mein Schwerpunkt "Unterrichten mit digitalen Medien" steht in besonderer Weise für die Synthese aus Tradition und Moderne. Die gelungene Beziehung zwischen Lehrer und Lernendem bzw. Lernender ist jedoch das Wichtigste und trägt mehr zum Lernerfolg bei als jedes noch so gut eingesetzte Medium.« Maurice Florêncio Bonnet

Meike Bottlender

»Seit Ende 2017 lebe ich die meiste Zeit in Karlsruhe und fühle mich hier sehr wohl. Als Westfale aus dem mittlerweile grünen Ruhrgebiet hat mich mein Weg über Zwischenstationen im Westen, Norden und Osten in den Süden geführt. Karlsruhe war für mich vorher nur eine Stadt des Rechts. Mittlerweile schätze ich sehr das Leben in einer Universitätsstadt mit einer Vielzahl an kulturellen Möglichkeiten, guten Verkehrsanbindungen und mit der Nähe zur Natur – für einen passionierten Motorradfahrer die richtige Kombination. In der Stadt mit ihren unterschiedliche Ecken und Facetten kann immer etwas Neues entdecken.« Meike Bottlender

Karin Krauss

»Seit 1998 organisiere ich die jährliche Benefiz-Kunstauktion für die Aids-Hilfe Karlsruhe im Schloss Karlsruhe. Für mich eine wunderbare Gelegenheit meine Begeisterung für die Kunst zu verbinden mit meinem sozialen und gesellschaftlichem Engagement. Was für eine Fülle an interessanten Begegnungen mit vielen so unterschiedlichen Künstler*innen und ihren Arbeiten in den über 20 Jahren! Als ich mit der Kunstauktion anfing war das Thema Aids noch stark besetzt mit vielen Ängsten und auch mit viel Ressentiment nicht nur gegenüber den Menschen mit HIV und Aids, sondern auch gegenüber der Aids-Hilfe Einrichtung. Da tat (und tut es immer noch) die große Unterstützung der Kunstschaffenden und vieler Institutionen aus dem Kunstbereich besonders gut.« Karin Krauss

Andreas Staudt

»Seit Jahren, beschäftige ich mir beruflich und in meiner Freizeit mit dem Körper. Ich gehe gerne tanzen und laufe den Halbmarathon im September mit. Ich finde es toll, wie viele verschiedene Angebote es hier in Karlsruhe für aktive Leute gibt. Im guten Kontakt mit seinem Körper zu sein hat etwas von Glück. Der Körper hat eine eigene Weisheit, auf die wir heute oft nicht mehr hören. Mir hat es seit zwanzig Jahren besonders die Bewegungskunst des Tai Chi angetan. Achtsame Bewegung, die in ihrer Tiefe von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Gerade nach den vielen Jahren wird es nicht langweilig, sondern es gibt erst recht etwas zu entdecken. Feinheiten werden wichtig. Die Bewegungen werden leichter, ich fühle mich danach fit und habe einen klaren Kopf. Da möchte ich auch in den nächsten Jahren dranbleiben.« Andreas Staudt

Adrian Boita

»Als ich 26 Jahre alt war, habe ich mich dazu entschieden, aus Rumänien nach Deutschland zu ziehen, um mein Glück zu suchen. So vieles war mir am Anfang fremd, ich beherrschte die Sprache nicht und die Kultur war ganz anders. Also habe ich mich darum bemüht, rasch die Sprache zu erlernen, habe Freunde gefunden und meine Frau kennengelernt. Nun arbeite ich mit Menschen in einer Tätigkeit, die mir sehr viel Freude bereitet. Wichtig ist, dass man an sich glaubt, hart arbeitet und nicht so rasch aufgibt, vor allem aber, dass man alles, was man angeht, mit seinem Herzen tut.« Adrian Boita

Christian Bereuther

»Als gebürtiger Südbadener kam ich nach sieben Jahren Lüneburger Heide 1991 nach Karlsruhe. Einer Berufung der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde folgend lebte ich fortan mit meiner Familie in einer Dienstwohnung im Stadtzentrum. Schnell lernte ich die kurzen Wege zu den Innestadtgeschäften, zu den Spielplätzen im Schlosspark und Fasanengarten und zum nahen Hardwald schätzen. Auch die haranwachsenden Töchter genossen die bevorzugte Innenstadtlage mit ihren vielfältigen Möglichkeiten. Schule, Einkauf, Tanzkurs – alles zu Fuß erreichbar. Inzwischen sind die Töchter aus dem Haus und ich genieße die ausgedehnte frühe Morgenrunde mit unserem Lapphund duch den naheliegenden Schlosspark und den nördlichen Hardtwald. Besonders fasziniert mich in Karlsruhe die Zusammenarbeit der Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. In engem Kontakt zum Forum Evangelischer Freikirchen ist die Bereitschaft groß, als Christen gemeinsam Verantwortung für die Stadt zu übernehmen. Zudem sind die interreligiösen Begegnungen und Gespräche in Karlsruhe auf einem guten Weg. Mit den vielen lieben Menschen, die ich in Karlsruhe kennengelernt habe, dem großartigen kulturellen Angebot und der zentralen, verkehrsgünstigen geographischen Lage lässt es sich in Karlsruhe gut leben.« Christian Bereuther

Ulrich Biedermann

»Karlsruhe – die Menschen, mit denen ich lebe und arbeite, die Stadt, ihre kulturelle Power, Museen, Theater, Wissenschaft und Kunst, eingebettet in eine lebenswerte Landschaft, liberale weltoffene intelligente Gesinnung – Heimat« Ulrich Biedermann

Sybille Häfele

»Ich liebe alles Kreative – und so ist aus einem meiner Hobbies auch mein Beruf geworden. Als Musikerin arbeite ich in ganz verschiedenen Bereichen, als Sängerin solo oder auch im Ensemble, mal heiter, mal klassisch, mal ganz ernst. Auch Klavier- und Orgelspiel gehört fest in mein Leben. Man kann so viel Freude erleben und verschenken, sei es beim Begleiten eines Chores, als Solistin auch mal bei einer Trauerfeier, in Kirche und Gottesdienst – oder aber mit heiterem Programm bei verschiedensten Anlässen. Und das Schöne dabei ist, dass man es mit vielen Menschen zu tun hat – und das Leben in all seiner Farbigkeit erleben und auch gestalten kann. Ich bin dankbar für die großen Geschenke der Musik und aller Kreativität!« Sybille Häfele

Ralph Hansmann

»Die japanischen Kampfkünste Aikido (Weg der Harmonie) und Iaido (Weg des japanischen Schwerts) haben mein Leben verändert. Seit der ersten Sekunde – das war im Jahr 1991 – faszinieren und begeistern mich die kunstvollen und anmutigen Bewegungen, deren Eleganz innere Ruhe und Harmonie verkörpern. Körper und Geist gleichzeitig vielfältig üben zu können, ist ein großes Glück für mich. Deshalb bin ich auch sehr an der Kultur interessiert, die solche Künste entwickelte. Anlässlich unserer 6. Dan Prüfung im Iaido brachte uns unser Aikido- und Iaidolehrer Bruno Schilling 2013 nach Japan. Die dort gesammelten Eindrücke, Erlebnisse, aber besonders die unvergesslichen Begegnungen, gewährten mir tiefe Einblicke in die japanische Kultur, die mich für immer prägten. Ein weiterer Japanbesuch 2018 sollte gleich zwei große Herausforderungen mit sich bringen: zum einen die Meisterung der Prüfung zum 6. Dan Renshi und zum anderen die Einladung der Universität Gifu, um den Austausch und die Kooperation mit der PH-Karlsruhe auszubauen und zu vertiefen. Wohin mich dieser Weg noch führt?« Ralph Hansmann

Felicia Föckeler-Claus

»Schon als Kind habe ich gerne gebastelt und mich mit schönen Dingen umgeben. Deswegen wurde ich Erzieherin, leidenschaftliche Gärtnerin, zeitweise ambitionierte Hobbyschneiderin und Hobbytöpferin. Durch meine Kinder kamen mir immer neue Ideen, sei es Schmuck herstellen, mit Papier arbeiten oder Seidentücher bemalen. Es gibt so viel Schönes, an dem ich mich erfreuen kann.Vor fast 15 Jahren habe ich mir einen Traum erfüllt und einen kleinen Geschenke-Laden eröffnet. Zunächst mit einer Freundin, inzwischen betreibe ich ihn alleine; mit Unterstützung einer wunderbaren Mitarbeiterin. Jeden Tag treffe ich nette Menschen, führe gute Gespräche und verkaufe schöne Dinge. Neues ausprobieren, Überraschungen erleben, manche Träume verwirklichen und das an einem Ort und in einer Stadt, in der ich mich wohlfühle und in der im letzten Jahr über 2000 Stunden die Sonne schien.« Felicia Föckeler-Claus

Hans Becker

»Für mich ist es sehr wertvoll, dass ich wieder laufen kann. Ich hatte im März 2018 eine große Rückenoperation und keiner konnte mir sagen, ob ich danach wieder laufen kann. Für mich war mein Vertrauen zu Gott sehr wichtig und heute bin ich dankbar dafür, dass die OP so gut verlaufen ist. Dafür bin ich meinem Gott von Herzen dankbar und machte mir deshalb Gedanken, wie ich etwas Gutes tun kann. Da kam mir die Spende von alten und vergammelten Stühlen gerade recht. Ich richtete sie wieder her, brannte mit dem Lötkolben christliche Lieder ein und baute sie an der Alb im Pfarrgarten der evangelischen Paul Gerhardt-Gemeinde im Stephanienbad auf, um Menschen zum Ausruhen einzuladen.« Hans Becker

Enes Smajic

»Ich habe mir einen Traum erfüllt, den ich eigentlich kaum zu träumen wagte. Es schien mir immer unmöglich und nicht realisierbar. Dann bekam ich die Gelegenheit und erwischte einen der schwer zu ergatternden Startplätze bei einer der renommiertesten Triathlon Veranstaltungen der Welt, der Challenge in Roth. 3,8km Schwimmen, 180 km Rad und 42,2 km Laufen. Es folgten neun Monate intensives Training, sechs Tage die Woche, meist zwei Mal am Tag. Raus bei Schnee, Regen, Wind und Hitze, bei Lust und Unlust, in der Früh um sechs, in der Mittagspause oder nach Feierabend. Früh ins Bett, kein Alkohol, nur gesundes Essen. Familie mit meinen zwei kleinen Töchtern und der Job benötigten ebenso ihre Zeit. Ich habe in dieser gesamten Zeit viel gelernt über Ernährung, den menschlichen Körper, mentale Stärke, vor allem über mich selbst, die eigenen Grenzen, die eigenen Stärken, über Willen, Verzicht und Selbstdisziplin. Irgendwann kam dann der Tag des Wettkampfes, die Krönung des Projekts. Ich war nicht ganz so schnell wie ursprünglich angedacht aber darum ging es irgendwann auch nicht mehr. Ich wollte mich nicht nur quälen, ich wollte es auch genießen und "aufsaugen", es erleben. Das bleibt fürs Leben, nicht nur für den Sport. Und ein Traum wurde Wirklichkeit, er wurde gelebt.« Enes Smajic

Klaus Billmaier

»Karlsruhe ist für mich wegen meiner Berufstätigkeit bedeutsam. So bilde ich schon seit vielen Jahren am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (berufliche Schulen) junge Referendarinnen und Referendare aus. Im Kollegium und bei den jungen Lehrern erlebe ich extrem hohes Engagement und spüre die Liebe zum Beruf. Auch die Karlsruher Schulen beeinflussen durch viele wegweisende, innovativen Konzepte meine Arbeit. Der Umstand, dass die Stadt die Digitalisierung vorantreibt, begünstigt die Erprobung von Unterrichtskonzepten im Kontext der digitalen Transformation entscheidend.« Klaus Billmaier

Andreas Becker

»Hier geboren und aufgewachsen, habe ich Karlsruhe, meine Heimat, nie verlassen. Es gab auch keinen Grund dafür. Leben und Arbeiten zu dürfen in dieser offenen und gelassenen Stadt ist für mich ein Privileg. Seit sechs Jahren bin ich nun selbstständiger Bestattungsunternehmer und bin stolz, damit einen wertvollen Beitrag zur Bestattungskultur in Karlsruhe, leisten zu können. Meinen Mitmenschen in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen, ist mein Berufung.« Andreas Becker

Norbert Lehmann

»Ich bin an einem Sonntag geboren. Sonntagskinder seien Glückskinder – sagt der Volksmund. Bis auf meine ersten drei Lebensjahre habe ich immer in Karlsruhe gewohnt. Fußball spielend, wohl behütet und immer mit Freunden unterwegs, das war meine Jugend. Sehr bald zog es mich aber immer wieder in die Ferne. Ob mit einem alten klapprigen VW-Bus von Karlsruhe nach Südafrika oder später als Zahnarzt zu Indios an den Amazonas. Immer hat mich das Interesse an fremden Ländern und Kulturen angetrieben. Dies war wohl auch der tiefere Grund dafür – nachdem ich 2005 meine Zahnarztpraxis altershalber abgegeben habe – den gemeinnützigen Verein IRESO zu gründen. IRESO hilft Kindern und Jugendlichen aus brasilianischen Favelas in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Brasilianische Favelas sind Orte, an denen die Menschen zusammengepfercht auf engstem Raum leben, ohne staatliche Strukturen, ohne ein funktionierendes Gesundheitswesen, inmitten von Drogenkriminalität, Gewalt und Prostitution. Die Favelas gehören zu den gefährlichsten Orten dieser Welt. Mehrmals die Woche liefern sich Polizei und die Drogenkartelle Schießereien. Selbst die Schulen unserer Kinder werden aus Polizeihubschraubern heraus mit Kriegswaffen unter Dauerfeuer genommen. Danach reagieren die Kinder oft tagelang mit Fieberattacken, Apathie und Schlafstörungen. Und immer wieder trifft eine verirrte Kugel ein Kind tödlich. Welch ein Alltag der Kinder. Wenn ich nach einem Arbeitsaufenthalt von dort, voll mit diesen Eindrücken, nach Karlsruhe zurückkomme, weiß ich, dass ich tatsächlich ein Glückskind bin.« Norbert Lehmann

Mario Costante

»Ich bin in der glücklichen Lage, zwei Orte als meine Heimat bezeichnen zu können. Das ist mein Geburtsort Altomonte in Kalabrien/Italien und Karlsruhe. Mit 16 Jahren kam ich mit nichts als dem festen Willen zu arbeiten nach Deutschland. Im Alter von 18 Jahren hat es mich dann nach Karlsruhe verschlagen und ich wusste sofort: das wird die Stadt sein, in der ich leben will. Nicht zu groß, viel Grün und mit sehr freundlichen Menschen. Seit 36 Jahren fühle ich mich jetzt als Dammerstöckler und seit 5 Jahren habe ich auch das Glück, im angrenzenden Weiherfeld meinen Friseursalon haben zu dürfen. Als Italiener liebe ich die Menschen. Mir gefällt es, wenn mich Leute in meinen Salon besuchen, um mit mir bei einem Espresso über Gott und die Welt zu plaudern. Karlsruhe hat mir gegeben, was ich mir, als ich aus Italien wegzog, nie zu erhoffen gewagt hatte: eine zweite Heimat, wo die Menschen mich so akzeptieren und lieben wie ich bin.« Mario Costante

Joachim Fassnacht

»Wissen Sie, was ein „gR“ ist? Nein? Ich sag es Ihnen: Ein glücklicher Rentner! Und ich habe das Glück, einer zu sein! In der Bahnhofmission (BM), wo ich seit fast vier Jahren regelmäßig ehrenamtlich arbeite, sehe ich oft genau das Gegenteil, nämlich Menschen, die das Glück verlassen hat. Es ist nicht immer jeder „seines Glückes Schmied“ – oh nein! Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Verlust des sozialen Zusammenhalts - oft verbunden mit dem Griff zur Droge, die alles vergessen machen soll und doch so gut wie immer in einem noch „böseren Erwachen“ endet – sind einige der Schicksalsschläge, die diese Menschen in`s Unglück stürzen. Da wird die BM zum Zufluchtspunkt, zur sozialen Auffangmöglichkeit, zum „Anker in „rauer See“. Jede und jeder kann kommen und nach Hilfe und Zuwendung fragen. Man kann viel Gutes tun und bekommt viel Dank zurück – was macht einem mehr glücklich als das dankbare Lächeln eines hoffnungslosen Menschen, der Licht am Tunnelende sieht?! Ja, ich bin wirklich ein „gR“!« Joachim Fassnacht

Andreas Sexauer

»Mit dem iPhone 3G veränderte sich mein Blick auf die Welt. Eine Kamera wurde zum ständigen Begleiter. Die Einschränkungen der Smartphonekamera brachten mich dazu dichter ranzugehen und die Stimmung mit Details – die für das Ganze sprechen – abzubilden. Zusammen mit den Bildbearbeitungsmöglichkeiten, hilft mir dies auf das Kernmotiv in einer Situation zu fokussieren. Seit Ende 2010 landen diese Bilder auf Instagram (@asexauer), ein großer Teil davon sind spontane Gelegenheiten aus meinem Alltag in Karlsruhe und zeigen meinen persönlichen Blick auf die Stadt.« Andreas Sexauer

Galina Uhlmann-Valovic

»Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin und fahre täglich bei jedem Wetter mit großer Freude nach Karlsruhe, wo ich arbeite. Ich genieße den Weg und die Jahreszeiten. Es sind täglich 14 km dorthin: der Weg führt mich durch das Moor, über Wiesen und Felder, auf den Strahlen durch den Hardtwald Richtung Schloß. Ein besonders schöner Moment, den ich besonders liebe, ist die Lärchenallee von der Grabkapelle Richtung Schlossturm. Ich fühle mich gerade in dieser Endstrecke wunderbar lebendig, kräftig und mit viel Energie aufgeladen, ein Zustand, der mich total glücklich macht und den ich in vollen Zügen genieße und der mich fit hält. Das ist für mich Karlsruhe, jeden Tag.« Galina Uhlmann-Valovic

Eckart Köhne

»Das Badische Landesmuseum habe ich schon als Kind geliebt. Die griechischen Vasen haben viel dazu beigetragen, dass ich Archäologie studiert und das Museum als meine berufliche Herausforderung entdeckt habe. Es ist großartig, heute hier arbeiten zu können und die Museumskonzepte weiterzuentwickeln. Das Karlsruher Schloss ist bestimmt einer der schönsten Orte in der Stadt, und dort seinen Schreibtisch zu haben, ist ein großes Privileg.« Eckart Köhne

Kosta Sariyannis

»Geboren und aufgewachsen in Bühl mit griechischen Wurzeln, habe ich sehr früh meine Leidenschaft zum Karatesport entdeckt. Ab diesem Zeitpunkt dreht sich alles bei mir um den Sport! Meine sportlichen Erfolge habe ich meiner Trainerin und meinen Trainingspartnern aus Karlsruhe mit zu verdanken. Mittlerweile ist hier in Karlsruhe mein zu Hause. Hier tanke ich Kraft und Energie und habe meinen Frieden und die Liebe gefunden.« Kosta Sariyannis

Monika Roth, Wolfgang Neber-Roth

»Seit fast 22 Jahren leben wir als Familie in Karlsruhe, und wir genießen es, ohne eigenes Auto auszukommen. Fast alle Wege in der Stadt legen wir mit dem Fahrrad zurück, in unserer Garage befinden sich neben dem Tandem auch ein Lastenanhänger, Mountainbikes, ein E-Bike und pro Familienmitglied mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad. Wir sind also flexibel! Die Infrastruktur für Fahrradfahrer*innen hat sich deutlich verbessert in unserer Stadt – wir sehen aber noch viel Luft nach oben.« Monika Roth und Wolfgang Neber-Roth

Wolfgang Vögele

»Als ich aus Karlsruhe wegzog, war ich neunzehn Jahre alt und fand die Stadt langweilig und altbacken. Als wir, nach Jahren in Hannover und Berlin, 2006 zurückkamen, war ich doppelt so alt, und ich fand, Karlsruhe hatte sich gewandelt, mit interessanten Plätzen und Parks, Theatern, Kinos, spannenden Menschen. Der Schwarzwald, die Pfalz und das Elsaß in der Nähe. Jetzt haben zwei meiner drei Kinder Karlsruhe verlassen und studieren anderswo. Vieles Schöne erkennt man erst, wenn man erwachsen geworden ist.« Wolfgang Vögele

Thavakumar Maniam

»Nach meiner Flucht aus Sri Lanka habe ich über viele Umwege den Weg nach Karlsruhe gefunden. Ich habe hier mein berufliches sowie persönliches Glück gefunden und bin froh Karlsruhe meine Heimat zu nennen. Ich mache mit großer Leidenschaft als italienischsprechender Tamile italienisches Eis und verwöhne die Karlsruher mit diesen fröstlichen Kreationen, die bundesweit vom Feinschmecker prämiert wurden. Das macht mich sehr zufrieden und stolz, dass ich meinen Weg "vom Tellerwäscher zum Gelatiere" gemeistert habe und ich hier in Karlsruhe gut aufgenommen wurde.« Thavakumar Maniam

Jan-Paul Herr

»Vom hessischen Land in die badische Metropole; Karlsruhe ist definitiv ein Ort, wo man wurzeln und sich wohlfühlen kann. Hier habe ich meine Frau geheiratet, hier wächst unser Sohn auf. Wir leben in der Oststadt und genießen besonders die Nähe zum Hardtwald. Meine Leidenschaft zum Fußball kann ich quasi um die Ecke noch regelmäßig in der Kreisklasse (beim DJK Ost) ausleben. Ich arbeite im CVJM, dem Christlichen Verein Junger Menschen, und investiere in die unterschiedlichsten Angebote für Kinder und Jugendliche. Besonders für Glauben, Kirche und Gesellschaft ist mir wichtig, dass man nicht bei angestaubten Traditionen und Ansichten stehenbleibt, sondern mutig, neu und innovativ nach vorne denkt.« Jan-Paul Herr

Matthias Reinschmidt

»Seit meiner Kindheit bin ich mit dem Zoologischen Stadtgarten in Karlsruhe verbunden, waren es zunächst die Familienausflüge und das Karpfenfüttern bei der Gondolettafahrt, schloss sich noch vor meinem Studium ein halbjähriges Praktikum im Tierpflegebereich an. Auch meine Diplomarbeit über Papageien realisierte ich im Zoo Karlsruhe. Der berufliche Weg führte mich fast fünfzehn Jahre auf die Kanareninsel Teneriffa in den Loro Parque, bevor ich 2015 als Direktor in den Zoo Karlsruhe, meinen liebenswerten Heimatzoo zurückkehrte. Diese wunderbare Einrichtung nun als Artenschutzzentrum für bedrohte Tierarten in die Zukunft zu führen und dabei die Menschen für den Erhalt unserer Tierwelt zu sensibilisieren und interessieren, sehe ich als meine Hauptaufgabe.« Matthias Reinschmidt

Andy Vetter

»In Karlsruhe geboren und aufgewachsen. Eine Weile unterwegs gewesen. Heute lebe ich gerne wieder hier mit meiner Familie. Durch lange Spaziergänge mit Hund und Kamera hat sich ein neuer Blick auf „meine Stadt“ entwickelt. Als Streetfotograf erlebe ich überraschende Kontakte mit Menschen und Orten. Mal zieht es mich in geschäftiges Treiben und bunte Vielfalt, mal an verlassene Orte. Diese entwickeln oft erst auf den zweiten Blick ihren Charme, bekommen eine Seele. Mit meinen Fotos gebe ich Szenen und Orten einen Platz in meinem Herzen. So wächst und entsteht ein „neues“ Karlsruhe in mir.« Andy Vetter

Birgit Arnold

»Als eingeborene, tierliebende Karlsruherin schätze ich in Rüppurr die Verbindung von Stadt- und Landleben. Meine Vision: die Welt durch Achtsamkeit mit Tieren – insbesondere Schafen - ein Stückchen besser zu machen. Schafe sorgen gut für sich, machen oft Pause, leben im Hier und Jetzt, bewerten nicht und halten zusammen. Wir Menschen können viel von ihnen lernen.« Birgit Arnold

Christine Lobitz

»Was macht mich aus? Was macht mich glücklich? Wovon lebe ich? Wovon träume ich? Die Liebe zu den Menschen, die Begegnung mit dem Müllmann, dem Porschefahrer, die verschiedenen Bildungsschichten. Ich liebe die Vielfalt der Kulturen in Karlsruhe, im CVJM, auf der Straße, beim Bäcker, in Kunst und Theater. Das sind wertvolle Begegnungen. Ich mag spontane Überraschungen, Neues, Fremdes, interessantes asiatisches Essen, Kinder, Sport und Bewegung. All das macht mich glücklich. Und all das macht mich zu einem Menschen. Das macht mich auch unglücklich und traurig: technische und politische Entwicklungen, Hass, Neid, Unterdrücktheit. Die Liebe zu den Menschen bleibt. Und am liebsten bin ich draußen in der Natur.« Christine Lobitz

Andreas Schaaf

»Auf meiner Reise von der Pfalz quer durch Deutschland und der Schweiz, bin ich eher zufällig in Durlach gestrandet. Karlsruhe ist für mich geografisch die perfekte Mitte zwischen Heimat und Ferne. Als Physiotherapeut und CrossFit-Trainer gebe ich den Menschen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit – somit ein Stück Gesundheit, sprich Lebensqualität zurück. Das tue ich jeden Tag mit absoluter Leidenschaft.« Andreas Schaaf

Maximilian Stoller

»Als Offenburger Landei bin ich 2005 nach Karlsruhe zum Zweitstudium gekommen und irgendwie hängen geblieben. Karlsruhe war keine Liebe auf den ersten Blick. Karlsruhe ist keine Modeerscheinung – Mode kommt hier ohnehin erst langsamer an – aber genau darin liegt die Stärke dieser Stadt: Sie erscheint mir pragmatisch, rational, ruhig. Der Name „KarlsRUHE“ fordert es schon ein. Für mein ansonsten schnelllebiges Leben ist das gut. Die Stadt zwingt mich immer wieder inne zu halten, was ich von mir aus wohl nicht täte. Als Medienpädagoge und Lehrer genieße ich außerdem das Netzwerk, welches ich mir hier seit meinem Studium aufgespannt habe. Ohne dieses Netzwerk wäre es nicht möglich gewesen, die Realschule am Rennbuckel als Vorreiterschule für Mobiles Lernen mit iPads zu entwickeln. Unsere Fortbildungen und Veranstaltungen rund um das Thema „Lernen mit Tablets“ lassen mich viel in Deutschland und Europa rumkommen. Somit wurde Karlsruhe beruflich zum Trampolin. Es katapultiert mich in die Digitale Welt und federt mich immer wieder ruhig ab. Hier habe ich beruflich und privat viele Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten ohne dabei abzuheben!« Maximilian Stoller

Jürgen Cammisar

»Ich bin ein Karlsruher Bub. Aufgewachsen im Idyll zwischen Weiherwald, Oberwald und Rüppurrer Bad verbrachte ich eine abenteuerreiche Kindheit zwischen Stadt und Ländlichkeit. Nach ausgedehnten Reisen, langen Jahren in fremder Ferne schätze ich heute besonders das Glück, dass Karlsruhe zumeist im Abseits großer Geschichte vor sich hin blüht. Statt Schwerindustrie und verseuchter Brachen überall herrliches Grün mit wunderbaren Radwegen. Doch ganz ohne einen Hauch Langeweile ist das Paradies nicht zu haben.« Jürgen Cammisar

Peter Schuler

»Was soll man sagen. Am Gutenbergplatz in Karlsruhe ein Musikgeschäft inklusive Musikschule zu eröffnen, war 1974 für mich ein großes Ding. Die Leidenschaft zu Musik hört niemals auf, auch wenn man älter wird, und so habe ich mich entschlossen, vor einigen Jahren ein ganz neues Instrument für mich zu erlernen. Das Bandoneon, das unlogischste Instrument der Welt, ist auch für einen Profi eine große Herausforderung und braucht sehr viel Übung. Jeden Tag spiele ich einige Stunden und genieße dabei das wunderbare Ambiente der Weststadt in Karlsruhe. Noch einmal als Berufsmusiker mit dem Bandoneon in unserem Trio auf der Bühne zu stehen, ist ein großes Geschenk.« Peter Schuler

Thomas Greß

»Ich bin nicht nur ein eingeborener, sondern auch ein überzeugter Karlsruher und fühle mich des badischen Liberalismus verpflichtet. Älter an Jahren, aber immer noch jung genug, um ein paar Grillen im Kopf zu haben. Sei es meiner Segel- oder Motorradlust zu frönen und sich Neugier zu erhalten, Pläne für die Zukunft zu schmieden und versuchen, diese auch umzusetzen. Kurz – Karlsruhe ist meine Stadt, meine Heimat, in der ich all das Lebenswerte finde und genießen kann. Einfach symbadisch!« Thomas Greß

Markus Schneider

»In Karlsruhe geboren bin ich nach dem Studium gerne wieder zurückgekommen und der Stadt und den Menschen bis heute gerne treu geblieben. Allerdings verbindet mich die Liebe auch mit dem Schwabenland und es ist immer wieder Nachdenkens wert, warum das Schwaben-Baden Thema aus schwäbischer Sicht nicht die Bedeutung hat.« Markus Schneider

Hans-Peter Schwind

»Als geborener Karlsruher bin ich Karlsruhe immer treu geblieben. Selbst eine berufliche Versetzung ins Schwabenländle konnte ich nach kurzer Zeit rückgängig machen, um mich hier wieder wohl zu fühlen. In Schwaben liebe ich einen Autobauer mit sportlichen Genen und das Autobahnschild Richtung Karlsruhe. Insgesamt verbindet mich hier der urbane Lebensstil mit den vielen grünen Lungen der Stadt.« Hans-Peter Schwind

Martina Kistner-Bayne

»Kunst begleitet mich schon mein ganzes Leben. Sie ist meine Leidenschaft. In der Schule hatte ich Kunst als Leistungsfach belegt. Eigentlich wollte ich Maskenbildnerin werden. Wie das Leben so spielt bin ich dann im Galeriebetrieb gelandet. Schon früh habe ich selbst angefangen Kunst zu kaufen. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie aufgeregt ich war als ich den Scheck für mein erstes Kunstwerk ausgestellt habe. Die Summe war höher als mein damaliger Monatsverdienst. Es war eine Gouache von Elvira Bach. Ich lebe mit der Kunst, sie umgibt mich täglich. Zuhause mit unserer Sammlung und in der Majolika als Leiterin Kunst. Kunst bereichert mein Leben.« Martina Kistner-Bayne

Mutfried Hartmann

»Seit 2010 pendle ich von Nürnberg nach Karlsruhe an die PH. Die meiste Zeit verbringe ich hier in meinem Büro. Strukturen zu entschlüsseln fasziniert mich. Egal ob es dabei um Mathematik, Lernprozesse, Musik oder handwerkliche Tätigkeiten geht – immer wieder zeigen sich die gleichen Muster. Um sie zu sehen, muss man nur etwas sensibel sein, der Rest ist Analogie und Variation. Auch bei internationalen Kooperationen erlebt man, dass die Menschen überall auf die gleiche wunderbare Weise so verrückt sind wie man selbst.« Mutfried Hartmann

Felix Fähnrich

»Wollt ihr meine Meinung hören: Jeder, der aufhört zu lernen ist alt. Und jeder, der etwas lernt, ist jung. Ich bin Lehrer, aber ich werde immer jung bleiben. Sei es als Erklärvideo-Produzent, als Autor, als Pianist oder beim Bouldern. Trefft mich gerne überall auf der Welt oder in meiner Homebase Karlsruhe.« Felix Fähnrich

Regina Degado

»Ich bin Musikerin – Sängerin, Saxofonistin, Geigerin, Songwriterin. Ich mag Leidenschaft und Zartheit, Humor und einen scharfen Verstand und ich wäre oft froh, wenn ich ein wenig mehr von diesen schönen Eigenschaften hätte. Aber manchmal, wenn ich Augen und Ohren genug aufmache, begegnen sie mir und ich kann Musik daraus machen, was für ein Glück!« Regina Degado

Simone Heupgen

»Karlsruhe – Wahlheimat. Nach 30 Jahren schon lange nicht mehr nur politische Heimat. Ich fühle Vertrautheit und eine Verbundenheit mit Mensch und Raum. Ich spüre, ich bin hier verwurzelt.« Simone Heupgen

Carsten Thein

»2005 brachte mich mein Studium nach Karlsruhe. Ich bin Lehrer, Erklärvideo-Produzent und künstlerischer Leiter des Karlsruher Jakobus-Theaters. Unsere Stadt vereinigt für mich die Vorzüge einer Großstadt (ohne eine zu sein) mit den Vorzügen einer familiär ländlichen Region (ohne eine zu sein), sozusagen „the best of both worlds.“ Die Nähe zum Rhein, zum Schwarzwald und unseren Französischen Nachbarn, das reichhaltige kulturelle Angebot und die vielen Sonnenstunden im Jahr haben mich von meiner badischen Wahlheimat überzeugt und mich in diese (und in dieser) Stadt verlieben lassen.« Carsten Thein

Gunter Wessmann

»Karlsruhes Provinzialität ist nur mit Humor zu ertragen. Viele politische Entscheidungen scheinen der Visionslosigkeit entsprungen. Allerdings ist die geografische Lage fantastisch, die Nähe zu Frankreich, die kulinarische Vielfalt überragend. Man kann hier treue Freunde und ein gutes Leben finden.« Gunter Wessmann